Wer ist der schon – der André Stern?

Ein Kind, das nie zur Schule ging ist sicher ein Analphabet und ein Dummkopf, so die gängige Meinung der Beschulten. Nicht wahr? Geistige und soziale Verwahrlosung sollen die Folgen sein, so wird uns suggeriert. Wie kann aus einen solchen Subjekt ein gestandener klardenkender Mensch werden? Ganz einfach, indem er die staatlich indoktrinierten Lehrinhalte ignoriert, dem Klassendenken von der ersten Klasse (noch doof) bis hin zur 13. Klasse (Abitur – daher gscheid) sich nicht unterwarf. „Wer ist der schon – der André Stern?“ weiterlesen

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Der Spender

Ich tu‘ Gutes, seht her, hab ein Herz für die Armen.
Früher gespendet Brot für die Welt und der Caritas,
dem Klingelbeutel ohnehin nach Geburtes Pflicht.
Heut auch für die Tafel und dem Penner unter der Brück‘.
Kauf ihn ab die Straßenzeitung, als Geste des Mitgefühls.
Werf‘ sie weg ungelesen, sonst mich das Gewissen plagt.
Zuviel Elend sie beschreibt, das meiner Gunst nicht behagt.

Green Peace zur Rettung der Welt und dem Klimawandel bedacht
mit ‚ner Fördermitgliedschaft, damit das Klima mir künftig genehm.
Die deutsche Umwelthilfe, das Heimholungswerk des Klimas und
des guten Menschen muß mit ‚ner satten Spende leider warten.
Mein Drecksdiesel, drei Jahre alt, noch nicht abbezahlt und bald tot.

Pro Familia kriegt auch was gegen Quittung fürs Finanzamt drauf.
Fördern schließlich das Sorglos Paket mit Abtreibung und Pille.
Mit Organspende-Ausweis mein Tod nicht sinnlos den Würmern;
mein Herz denen geschenkt, die mich übern Haufen gefahren.

Weihnachten bald wieder. Drum die Herzenssache nicht vergessen.
Die Spende für arme Kinder hier besonders toll fürs klamme Gemüt.
Verspricht mir mit seiner Lotterie Millionenglück, zum stillen des
Elends hierzuland.  Welch ein Guter doch – du edler Spender.

Meine Spende an die Dt. Welthungerhilfe wertvoll für ne Tütensuppe.
Drei Monate nach dem Hungertod sie bereits im Safariland Afrika.
Die Verteilung an die Hungernden in der Welt bestens kontrolliert.
Grinsende eingeflogene Kommissare berichten täglich vom Erfolg,
dank meiner Spende, damit niemand neben der Goldmine hungern muß.
Fordern mehr Spende von mir um den Hunger neben der Goldmine zu stillen.

Merkst du nicht lieber Spender, wo deine sauer verdiente Knete hinläuft?
Spendest in die reichsten Länder an Bodenschätzen, schützt die Ausbeuter.
Der ärmsten letzte Macht – dem Aufstand du damit zunichte machst.
Sie damit Hoffnung tragen, es wird besser. Zerstörst damit ihren Lebensgeist.
Beruhigst dich und die Hilfslosen mit deiner Spende. Wie lange noch?

Lieber Spender: Spende ist Vergewaltigung deines Selbst und der Hilflosen.
Leben braucht keine Spende.
Die einzige Spende, so sei dir gesagt um abzuwenden das Übel in der Welt:
Spende dir ein wenig Verstand und die Welt wird gut.

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Bildquelle: https://de.toonpool.com/cartoons/Kollekte_258498

Abschlußfeier 3. Oktober / Deutschland feiert sich ab

Eins vorweg: Dasselbe miese Spiel läuft inzwischen überall auf der Welt. Nennen wir sie Nationalfeier – oder Befreiungstage. Die übelste aller üblen Befreiungstage sind die von den Pfaffen und Politikern aller Couleur gepredigten. Mein Gedanke zu diesem Thema ist also kein national beschränktes.

Eine Abschlußfeier ist für mich so etwas wie das Ende eines Daseins feiern. Konfirmation, auch Jugendweihe, Abifeier, Junggesellenfeier sind solche Beispiele für etwas das, das man ablegt und in die Vergangenheit bannt. Auf die Hochzeitsfeier – die übelste Abschlußfeier möchte ich erst gar nicht eingehen. Sonst krieg ich gleich Kloppe. Doch‘n bissl: Was soll nach der Feier einer Hoch-Zeit – dem angeblich schönsten Tag im Leben noch kommen? Ist aber wohl ein anderes Thema.

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Der Alltag des kleinen Arschloch – der Sonntag / Teil 1

Eines vorweg: es wird hier vom Alltag eines x-beliebigen kleinen Arschlochs erzählt, den es selbstverständlich so in der Wirklichkeit nicht gibt. Es sind also nur Gedanken eines träumenden Nichtnutzes, der sich aus der anständigen produktiven Arbeitswelt ausgeklinkt hat um sein asoziales Leben als Aussteiger zu rechtfertigen. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, die der Träumer als Beispiel für das kleine A beschreibt, sind daher nur seiner verqueren Phantasie zuzuschreiben und schon gar kein Grund für irgendwelche Aufregungen. „Der Alltag des kleinen Arschloch – der Sonntag / Teil 1“ weiterlesen

Die Wahl der Sehenden – Nichtwählen

Alle Macht geht vom Volk aus! Am 24. September kann das Volk mal wieder den Politikschranzen zeigen, wo der Hammer hängt. Immer wieder erstaunlich ist, wie die Politiker, Pfaffen und Medien uns auf die „erste Bürgerpflicht“ erinnern. Geht wählen, damit die Demokratie – die westliche Wertegemeinschaft erhalten bleibt und in der nächsten Legislativperiode alles noch besser wird. Daß diese Volkszertreter nach jeder neuen Wahl die Daumenschraube noch mehr anziehen, ist dem mehrheitlichen Wahlvieh wohl entgangen. „Die Wahl der Sehenden – Nichtwählen“ weiterlesen

Ein Gedanke zur Sprache und Bilder – Bildung

Meine ersten Fotos machte ich mit einer Agfa-Box mit Schwarz-Weiß-Film 6×9 cm. Die kostete damals für ein Kind die unvorstellbare Summe von19,50 DM. Taschengeld gab es so gut wie keines um sich so was leisten zu können. Und wenn, haben wir die wenigen Pfennigbeträge aufgebessert, indem wir sie durch die Straßenbahn auf die Größe eines Zehnpfennigstücks plattwalzen ließen, damit sie in den Kaugummiautomat paßten. Den Apparat schenkte mir ausgerechnet der Pfaffe im Dorf, der sich mittlerweile eine Leica für 1.000 DM leisten konnte. Seine Bedingung war, daß ich Fotos von Gottes Gnaden mache – also Fotos rund um die Kirche. Nach der ersten Präsentation der Fotos, deren Entwicklung Opi finanzierte, war er nicht mehr von meiner Fotokunst begeistert. „Ein Gedanke zur Sprache und Bilder – Bildung“ weiterlesen

Die Nudelholz Sage / Teil 2

Wir erinnern uns: Ab dem Jahr 261.776 n. UK verschwanden immer öfter Waren auf dem Bandnudelweg. (Teil 1 hier) Niemand konnte sich vorstellen warum, bis der Planetenälteste einen Verdacht hatte. Gibt es da nicht einen Planeten, der sich der friedlichen intergalaktischen Föderation nicht anschloß, Schwarzhutplanet genannt? Der sich als von Gott auserlesen fühlt, sein eigenes Süppchen zu kochen  und als einziger über Raumschiffe verfügt. Außer ein paar Witze, die man über dieses Völkchen kloppte, war kaum etwas bekannt über diese lustigen Figuren. „Die Nudelholz Sage / Teil 2“ weiterlesen

Nur ein Gedicht?

Was uns bevormundet in den Sack und hauen drauf.
Auf in den Kampf ihr Guten, es trifft keinen Falschen.
Weg mit dem Gesindel, das uns plagt und wir atmen auf.
Heroisch das Gefühl, wenn sie fort diese fiese Flaschen.

Dieselbe Gewalt willst pflegen, die sie uns angetan.
Kopf ab oder ab ins Loch, welch eine genußvolle Tat.
Weg mit ihnen, die Welt wird befreien die Untertan.
Besetzen die Paläste, Banken und Gemeinderat.

Was bleibt dir Guter – übles Verderben, das dich zieht hinein.
Leid mit Leid, Pein mit Pein vergelten, schafft nur dasselbe.
Wirst selbst zum Täter, den du bekämpfst – drum laß es sein.
Besinn dich deiner selbst, damit der Mensch in dir nicht verwelke.

Weckst sonst nur die Untiere in dir, die dich plagen.
Die erst mal losgelassen, bringen dich an deren üblen Stelle.
Mit Gewalt gutes schaffen, so mein Freund laß dir sagen,
schlägt auf dich zurück mit leidvoller ekler grausamer Welle.

Dein inneres Schwein statt dessen bekämpfen, oh wie schwer.
Wenn du damit fertig, wirst sehen das Wunder der Schönen Erde.
Fang gleich damit an, sonst gibt’s den Menschen bald nicht mehr.
Gewinne den Kampf mit dir, dann das Paradies hier bald werde.

Erinnere dich an deine Schöpferkraft, die dich einmalig macht.
Der Raum dieser Erkenntnis ist die wahre Formel des Lebens.
Du bist dein eigener Führer. So deine Bestimmung mit eigener Macht.
Gibst du sie ab, ist jeder Kampf verloren und Jammern vergebens.

Wach endlich auf du und stell den Wecker, sonst läuft ab deine Zeit.
Die Üblen kennen keine Zeit, glauben das macht sie unsterblich.
Ein wahrer Freund hat dir empfohlen aufzuwachen, der Zeitgeist.
Mit Geld den zu kaufen, wird er belohnen mit der Hölle, wie herrlich.
(LdT)

 

Die Wand / 1

Was passiert, wenn wir plötzlich und unerwartet von der Außenwelt abgeschnitten sind – auf einer Alm Wiese auf der es keinerlei Versorgungsnachschub gibt, unser Leben bis zum irdischen Ende als Einzelkämpfer gestalten müssen um nicht voreilig zu verhungern? Eines der besten tief in die Seele gehenden Bücher hat Marlen Haushofer dazu geschrieben. „Die Wand / 1“ weiterlesen

Neues Leben nach Ostern und altes davor.

Warum sprudelt mir gerade in der Osterzeit der Bericht eines Zeitgenossen rein, der größtes Kino in den Schatten stellt. Auferstehung in greifbarer Form – in ein Milieu, das uns wohlbekannt ist und nicht in ein Fernes, das eine Auslese von guten und schlechten Menschen macht – Himmel oder Hölle?

Es berichtet ein bodenständiger Mensch von seiner Widergeburt – von Leid und Elend, das er selbst mitgestaltet hatte. Er wollte Gewißheit haben, daß er bald wieder auf die Erde zurückkommt. Das hat er mit seiner Geschichte bewiesen, wie ich meine. „Neues Leben nach Ostern und altes davor.“ weiterlesen