Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

„…Wir müssen uns die Angriffe der Mitläufer aus den eigenen Reihen, welche das System aufrechterhalten und verteidigen nicht mehr gefallen lassen.“

Einer der besten Sätze aus dem genialen Video im Beitrag von thom ram, 21.01.0005 hier, der es verdient nochmals hochgeholt zu werden, damit endlich der letzte Bunzel kapiert, was mit ihm geschieht.

Wenn wir überhaupt eine Chance auf Veränderung – der Befreiung aus der finalen Versklavung  haben, gilt es den Hebel genau hier anzusetzen in der Hoffnung, daß möglichst viele dieser Mitläufer endlich aufwachen. Wir können nur die  Menschen versuchen aufzuklären, denen wir auf Augenhöhe begegnen. Von den Obertanen zu erwarten, daß sie uns aus der Sklaverei befreien, ist noch mehr Illusion als vom Papst zu erwarten, daß er den Kirchenreichtum mit den Armen teilt. Dafür haben wir keine Stimme. Die Einzige, Volkes Stimme – die Presse und Medien haben sie uns durch monetär herangezogene Mitläufer aus unseren eigenen Reihen eingekauft. Die Endstufe deren Propaganda zum Erhalt oder endgültigen Versklavung bezahlen wir selbst mit der GEZ oder heute Rundfunkbeitrag genannt oder unehrlicher in anderen Ländern, wo die Propagandapresse mit Werbeeinnahmen durch die Weltkonzerne gesponsert wird. Wer funkt hier eigentlich rund, frage ich. Es sind Nachbarn wie du und ich, die sich glücklich schätzen, als Moderator oder Korrespondent für ihren Verrat gut bezahlt zu werden – noch. Eine Verweigerung der GEZ ist jedoch auch sinnlos. Es gibt immer noch genügend Geldeintreiber, die die Propagandapresse aufrechterhalten. Die leben gut von der Verweigerung. Auch kein guter Weg des Protestes. Keine Gazetten mehr kaufen, Fernseher abschalten und ganz wichtig – auf keine Wahlveranstaltungen mehr gehen und Wahlen verweigern. Im kleinen wirken.

Wenn schon keine Aufklärung bei den Mitläufern wirkt, bleibt nur eines. Sie nicht mehr wahrnehmen, nicht mehr wichtig nehmen. Ihnen aber klar machen, daß sie in der Gemeinschaft Halt finden, wenn sie sich nicht mehr prostituieren. Es liegt auch in unserer Hand, den Mitläufern die Existenzangst zu nehmen. Das ist die größte Herausforderung die an den Einzelnen gestellt wird. Anprangern, Schuldige suchen war gestern. Das hat nur zur weiteren Verdichtung der Sklaverei geführt. Gehen wir liebevoll auf die Mitläufer zu. Lassen uns nicht durch Rückschläge zurückschrecken. Es sind Menschen wie du und ich. Dann wird das schon. Die Zeit ist reif dafür.

Angriff, jeder Protest, jede Demonstration gegen die Obertanen ist sinnlos und geht denen am A vorbei, solange die noch durch die Mitläufer geschützt werden.

Das heißt nichts anderes als daß wir unsere Energie nutzlos verschwenden, wenn wir sie den Obertanen widmen. Sei es durch Verachtung, Protest oder noch schlimmer durch sinnlose Zerstörung, wie sie häufig bei Radikalinskis zu finden ist.

…Seid entschlossen, keine Knechte mehr zu sein, und ihr seid frei.

Ich will nicht, daß ihr ihn verjaget oder vom Throne werfet; aber stützt ihn nur nicht; und ihr sollt sehen, daß er, wie ein riesiger Koloß, dem man die Unterlage nimmt, in seiner eigenen Schwere zusammenbricht und in Stücke geht. …

Diesen Satz sollten wir uns verinnerlichen, den ein schlauer Richter aus Frankreich bereits vor fünfhundert Jahren dem Volk als Empfehlung zur Befreiung von der Knechtschaft gab. Sein Aufruf ist aktueller denn je. Er hat leider in den letzten fünfhundert Jahren nichts bewirkt, da die Zeit dafür noch nicht reif war. Im Gegenteil wurde die Versklavung immer raffinierter und erreicht heute sogar das Bürgertum, das früher sich noch frei wähnte.

Muß zum Thema nochmal den Étienne de La Boëtie (1530 – 1563) rauskramen „Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen“

Hoch anzurechnen ist ihm, daß er nicht zu Demonstrationen oder Gewalttaten gegen die Obertanen aufruft, sondern sie in ihrer Welt leben läßt, solange sie es können.

Lassen wir ihn jetzt reden:

…O ihr armen, elenden Menschen, ihr unsinnigen Völker, ihr Nationen, die auf euer Unglück versessen und für euer Heil mit Blindheit geschlagen seid, ihr laßt euch das schönste Stück eures Einkommens wegholen,
… und all dieser Schaden, dieser Jammer, diese Verwüstung geschieht euch nicht von den Feinden, sondern wahrlich von dem Feinde und dem selbigen, den ihr so groß machet, wie er ist, für den ihr so tapfer in den Krieg ziehet, für dessen Größe ihr euch nicht weigert, eure Leiber dem Tod hinzuhalten.

Der Mensch, welcher euch bändigt und überwältiget, hat nur zwei Augen, hat nur zwei Hände, hat nur einen Leib und hat nichts anderes an sich als der geringste Mann aus der ungezählten Masse eurer Städte; alles, was er vor euch allen voraus hat, ist der Vorteil, den ihr ihm gönnet, damit er euch verderbe.

Woher nimmt er so viele Augen, euch zu bewachen, wenn ihr sie ihm nicht leiht?

Wieso hat er so viele Hände, euch zu schlagen, wenn er sie nicht von euch bekommt?

Die Füße, mit denen er eure Städte niedertritt, woher hat er sie, wenn es nicht eure sind?

Wie hat er irgend Gewalt über euch, wenn nicht durch euch selber?

Wie möchte er sich unterstehen, euch zu placken, wenn er nicht mit euch im Bunde stünde? 

Was könnte er euch tun, wenn ihr nicht die Hehler des Spitzbuben wäret, der euch ausraubt, die Spießgesellen des Mörders, der euch tötet, und Verräter an euch selbst?

Ihr säet eure Früchte, auf daß er sie verwüste; ihr stattet eure Häuser aus und füllet die Scheunen, damit er etliches zu stehlen finde;

… ihr nähret eure Kinder, damit er sie, so viel er nur kann, in den Krieg führe, auf die Schlachtbank führe; damit er sie zu Gesellen seiner Begehrlichkeit, zu Vollstreckern seiner Rachbegierden mache;

… ihr rackert euch zu Schanden, damit er sich in seinen Wonnen räkeln und in seinen gemeinen und schmutzigen Genüssen wälzen könne;

… ihr schwächet euch, um ihn stärker und straff zu machen, daß er euch kurz im Zügel halte:

und von so viel Schmach, daß sogar das Vieh sie entweder nicht spürte, oder aber nicht ertrüge, könnt ihr euch frei machen, wenn ihr es wagt, nicht euch zu befreien, sondern nur es zu wollen.

Seid entschlossen, keine Knechte mehr zu sein, und ihr seid frei.

Ich will nicht, daß ihr ihn verjaget oder vom Throne werfet; aber stützt ihn nur nicht; und ihr sollt sehen, daß er, wie ein riesiger Koloß, dem man die Unterlage nimmt, in seiner eigenen Schwere zusammenbricht und in Stücke geht. …

Quelle und Weterlesen hier

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