Der Vertrag

 

Was ist ein Vertrag, fragte sich des öfteren Ludwig der Träumer. Etwas vertragen, also wegtragen und es danach nicht mehr finden (wollen) – vielleicht? Das könnte eine Erklärung sein für die vielen Zwistigkeiten der Vertragspartner nach Abschluß eines solchen. Wobei nicht klar ist, was ein Vertrag nach dem Abschluß noch soll. Er ist ja abgeschlossen – zu Ende. Das kann nur heißen, nach einer Übereinkunft, die m. E. ein Vertrag sein sollte, beginnt der Kampf um den größeren Vorteil aus demselben. Dabei sollte ein V. dazu dienen, daß man sich während der gegenseitigen Erfüllung des V. verträgt.

„Mit einem Vertrag wird eine Vereinbarung benannt, die es den beteiligten Parteien nur noch erlaubt sich heimlich gegenseitig auszutricksen.“  http://www.stupidedia.org/stupi/Vertrag  (Anm.: heute wird nur noch einseitig ausgetrickst.)

Aha, da haben wir’s. Wie immer bringt es das größte Flexikon der Stupiden auf den Punkt, die ähnlich einer Flex jeden Begriff in leichtverständliche und  verdauliche Bestandteile zerlegt. Denen muß ich aber hier aufs schärfste widersprechen. Üble Propaganda hat sich auch hier eingeschlichen. Unerklärlich ist mir, wie die sonst über alles erhabenen und neutralen Alleswisser den Tschechen die Erfindung des Vertrags unterschieben konnten. Ist doch so ein friedliches Völkchen. Hatte das in Prag im berühmtesten Brauhaus der Welt  U Fleků kennengelernt. Deren Bier kann sich sogar mit Ludwig Bräu messen. Und – da sage mir noch jemand, die hätten so Widerlichkeiten wie Verträge erfunden. Denen ist jeder Vertrag zuwider – die wollen sich nur vertragen. (Jetzt lieber nicht nachfragen, lieber Ludwig, wohin die sich vertragen wollen um sich zu vertragen, sonst klappt der einzige Leser hier auch noch zu)

Noch übler wird der Beisatz  …Gasleitung der Gazprom…, den ein fieser Seitenhieb auf die vergangene deutsche Geschichte und der neuerlichen Schuld  der Russen an allem Elend mit dem deutschen Gazpromi Gerhard verbindet.

„Die Herkunft des Wortes kann dem Tschechischen Reich der Siebzigerjahre zugeschrieben werden, nachdem Lolek und Bolek bei einem Streit um den letzten Bissen Banane gestritten, und dabei versehentlich die Gasleitung der Gazprom beschädigt hatten.“  (Anm.: Jahreszahlen sind nur Füllworte)

Ich bin fassungslos, wie die letzten von mir noch bei Sinnen gedachten Stupiden so eine billige Scheiße verbreiten konnten. Dabei weiß doch jeder, es war nicht die Banane um die gestritten wird.  Hat jemals jemand einen Vertrag mit einer Banane geschlossen? Nee. Aber mit dem angefressenen Apfel, wie heute ganz offensichtlich. Nicht Lolek und Bolek, sondern Adam und Eva zeichnen dafür verantwortlich. Der erste Vertrag, das ist biblisch bewiesen, wurde vom damaligen Herrscher, Gott genannt, diktiert. Die einseitige sittenwidrige Willenserklärung, der sich die andere Vertragspartei unter Androhung von Sanktionen bei Nichteinhaltung zu unterwerfen hat, ist die heute noch gültige Blaupause für alle Verträge. Darauf komme ich noch ausführlich zurück, falls der Deibi mich nicht vorher ins Nirwana vertragen hat. Man beachte in diesem Wortgeflecht die Negativ-Vorsilbe  ver-. Möchte mich eigentlich nicht dazu äußern, weil ich es sonst mit allen lebenden Vertreter des Menschengeschlechts versaue. Es pfupfert mich dennoch.

Vernunft, verliebt, verlobt, verheiratet, verdingt, verdient, verirrt, verwirrt, versoffen, verspielen, usw.

„Es ist ver …“ erzeugt sofort die Erwartung, dass etwas verschwunden oder verloren sei, und das folgende Stammwort gibt nur noch die nähere Art des Verschwindens oder Verlierens an.

… „Sie verjammert und verbetet ihr Leben“ (Goethe).“ http://www.textlog.de/mauthner-grammatik-vorsilbe-ver.html

Wobei der Vernunft ein besonderes Thema zu würdigen wäre. Sollte es nicht besser Nunft heißen?

Weiter mit A + E: Das spielte sich so ab: A + E saßen vergnügt betrübt unterm Apfelbaum und sinnierten über ihr weiteres Dasein. Nur nackt rumhocken, wie es der Führer äh Gott gerne sah, war ihnen jedoch bald zu langweilig. Eva spürte auch die Unzufriedenheit von Adam, nur so im Paradies rumhocken und pralle Äpfel anzuschauen. Ihr schon damals ausgeprägter weiblicher Instinkt, der in jeder ihrer Rippe, noch mehr davor steckt, sagte ihr, daß er von einer richtigen Pflaume träumte. Die war ja bereits vorhanden. Mit der konnte A jedoch nichts anfangen, da es verständlicherweise mangels Pornos noch keine praktische BeTriebsanleitung gab. E, also die Eva wollte einen richtigen zufriedenen Adam und lenkte ihn vom perfekten Apfelbäumchen ab, indem sie ihn anknabberte. Nicht den Adam, sondern den Apfel. Adam wollte eigentlich nur perfektes sehen. Ein angebissener Apfel war no go für das damalige A, im Gegensatz zu heute, dem ultimativen Spielzeug von APPLE, das nicht einmal eine heutige reale Eva braucht um in die wunderbare Welt der Pflaumen einzutauchen. Aus Jugendschutzgründen wird Ludwig das nicht näher beäugen.

Es ist nicht wissenschaftlich überliefert ob sie nur einen oder mehrere anbeißen mußte, bis A (das heutige kleine Arschloch) endlich die auch bereits vorhandene vollkommenen Frucht – die jungfr(e)äuliche Pflaume entdeckte.  Für die aktuelle  Hirnforschung wäre es ein interessantes Forschungsprojekt, zu untersuchen, wieviel Äpfel noch anzubeißen sind um vom Baum der Erkenntnis zu lernen – der Blaupause fast aller heutigen Verträge – der einseitigen Diktate, ohne die unser Kapitalismus nicht funktioniert. Wir erinnern uns an die Geschichte mit der Vertreibung aus dem Paradies. Der Vertrag, den der Führer äh der liebe Gott einseitig mit A + E geschlossen hatte, diente nur seiner Machterhaltung. Darin war ein eigenständisches Denken und Handeln unter Androhung lebensgefährlicher Sanktionen ausgeschlossen. Lange Zeit sahen sich die Menschen durch ihre eigene Schuld vom Paradies dadurch ausgeschlossen. Wollte er doch allein neues Leben kreieren. Und – plötzlich kamen zwei, die es genausogut konnten. Was lief schief mit seiner Schöpfung? Die Bevölkerungsexplosion wäre dahin, hätte er ihnen nicht ein Verbot auferlegt.

Warum hat er seinen Apfelbaum nicht besser geschützt? A + E könnten sich heute noch in seinem Paradies wohlfühlen, wenn sie den einseitig diktierten Vertrag eingehalten hätten. Da sie jedoch vom Führer äh Gott grandios getäuscht wurden, indem er sie nicht über die Fähigkeit informierte, selbst neues Leben zu kreieren, war dieser erste Vertrag bereits null und nichtig.  Arglistige Täuschung nennt man das. Zumal er deren Naivität besonders mies ausnutzte. Da dieser große liebe Gott auch die Legislative und Exekutive in sich vereinte, konnte er A + E sogar des Vertragsbruchs anklagen, schuldig sprechen und aus ihrer Heimat vertreiben.

Muß eine Eilmeldung vom geschätzten stevenblack hier verdingen, bzw. hier rein verschieben.

Luzifer hat die Schnauze voll und will sich verkrümeln. Selbst sein Chef ist darüber verstört. Was wird aus der Menschheit, wenn der sich auch noch verpißt? Damit hat Luzifer dem Chef ans Bein gepinkelt. Um die verkorkste Schöpfung doch noch zu retten, hat der Chef alle Rhetorik der modernen Think Tanks angewandt um ihn bei der Stange zu halten. Lest selbst.   https://stevenblack.wordpress.com/2017/11/16/luzifer-bei-der-inkarnationsberatung/

Was hat das mit den heutigen Verträgen zu tun? Hier ist nicht die Rede von Verträgen zwischen einzelnen Menschen, die eigentlich ehrliche Vereinbarungen sind und meistens eingehalten werden, weil deren gegenseitigen Nutzen ausgeglichen ist.

Es ist ein Irrglaube, daß Verträge jemals zwischen gleichstarken Partnern geschlossen wurden oder werden. Es werden zwar gegenseitig Bedingungen ausgehandelt, die beide Vertragspartner zufriedenstellen sollten. Sie täuschen jedoch nur gleichstarke Partner vor. Muß zum Verständnis einschieben: Verträge beinhalten mehrere Paragraphen – aufgelistete Nebensätze, die erst einmal die guten Aspekte des künftigen beidseitigen Handelns beschreiben, dann schnell übergehen in Vorfälligkeitsverurteilungen, Schuld oder Schulden genannt, wenn jemand den Vertrag nicht mehr erfüllen kann oder ihn ablehnt, weil er sich getäuscht fühlt. Ich möchte da nur ein Beispiel nennen. Andere folgen vielleicht im den Kommentaren, falls mich noch jemand versteht.

Die Grundschuld, auch Hypothek genannt. Ich will ein Haus bauen und brauche viel Geld, das ich nicht habe. Gehe zur Bank und leihe mir es vom denen, die auch keines haben. Ichbekomme aber einen Anstupser – Geld genannt um das Haus zu bauen. Dafür muß ich mein Leben verdingen. Im Vertrag steht, daß ich mich der sofortigen Vollstreckung unterwerfe, wenn ich nicht beischaffe. So was ist sonst nur unter Huren und Zuhältern üblich.

Wie geht Verdingen? Mein Leben materialisieren? In Rohstoffe oder qm Boden verwerten? Mit dem Kreditvertrag unterwerfe ich mich gnadenlosen Blendern? Nicht nur das. Ich unterschreibe einen Schuldschein. Pokerspielen ist dagegen ein Sandkastenspiel.

Ich verschulde mich lebenslang per Vertrag gegenüber den Blendern, nur um ein paar qm Erde zu sichern. Geht’s noch schlimmer? Solange der erste Schuldschein, den nicht einmal der Dornenbusch verbrennen konnte, bleibt der Mensch gefangen – vielleicht verfangen.

Luzifer gib nicht auf.  Wann wird man dich je verstehen? Aber meine krümelige Verwandtschaft versteht mich auch nicht. Vielleicht ein kleiner Trost.

Nochn Gutnachtliedle liebe Gemeinde.


Beitragsbild: Vanitas (Bedeutung selbst gockeln äh googlen)

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