Neues Leben nach Ostern und altes davor.

Warum sprudelt mir gerade in der Osterzeit der Bericht eines Zeitgenossen rein, der größtes Kino in den Schatten stellt. Auferstehung in greifbarer Form – in ein Milieu, das uns wohlbekannt ist und nicht in ein Fernes, das eine Auslese von guten und schlechten Menschen macht – Himmel oder Hölle?

Es berichtet ein bodenständiger Mensch von seiner Widergeburt – von Leid und Elend, das er selbst mitgestaltet hatte. Er wollte Gewißheit haben, daß er bald wieder auf die Erde zurückkommt. Das hat er mit seiner Geschichte bewiesen, wie ich meine. „Neues Leben nach Ostern und altes davor.“ weiterlesen

Hängt ihn endlich ab

Es gab da mal einen, der die übelste Folter auf sich nahm um die Menschheit zu retten. Ich laß diese Geschichte einfach mal so stehen, da alles Denkbare möglich ist. Vor was retten, frage ich mich heute am Karfreitag? Drei Tage lang war er tot, bis er sich selbst wieder ausbuddeln konnte und als Erlöser regelmäßig zu Ostern in den Kathedralen seit zweitausend Jahren gefeiert wird. Was wird da befeiert? Die Leiche, die immer noch über dem Altar thront? Statt den Sinn seiner Aktion zu übermitteln, zu verstehen, wird nur ein elendiger Todeskult mit vampirischen Ritualen gefeiert. Wer säuft schon das Blut seines Erretters? Kein Wunder verhallt seine Botschaft, sobald die Meute mit dem kruden „Gottesdienst“ wieder auf Linie gebracht wird. „Hängt ihn endlich ab“ weiterlesen

Die blaue Stunde

Miauh Meeh, meine? Katze fühlte sich am linken Fußende in meinem Bett das sie zum Nächtigen erobert hat, gestört durch meine Unruhe. Sie hatte vor drei Jahren den einzigen Weg über die Brücke zur Flußinsel auf der ich seit sieben Jahren im Wohnwagen lebe zu mir gefunden. Ein wunderbares Wesen, das mir mehr vom sinnvollen Leben auf der Erde erzählt als alle Philosophen bisher. Sie hat den Schöpferfunken noch inne – ist sich selbst bewußt und würde sogar einem Elefanten eins auf den Rüssel geben, wenn er sie belästigen würde oder ihr Souverän verbiegen wollte. „Die blaue Stunde“ weiterlesen

Vom Schenken und Danken

Diese Zusammenhänge beschäftigen mich schon länger. Jetzt, wo ich darüber schreiben muß, würde ich das Thema am Liebsten fallenlassen. Die Begriffe Schenken, Danken und Nehmen sind recht einfach zu definieren. Wirklich? Da bin ich mir genau jetzt nicht mehr sicher, wo es ans Formulieren geht. Im Alltagsgebrauch haben die Wörter Schenken und Danken ihre einfache Logik. „Vom Schenken und Danken“ weiterlesen

Schwerkraft und Käse

(Ludwig der Träumer will heute nur plaudern) Es gab Zeiten in meinem Leben die häufig von der Schwerkraft bestimmt wurden und mir regelmäßig den ganzen Tag versauten. Ich meine jetzt nicht die Schwerkraft, deren Wirkung erst richtig bewußt wird, wenn es mich auf die Schnauze haut, meine Nase plättet oder die des Hammers der es vorzieht anstelle den Nagel zu treffen meinen Daumen bevorzugt. Auch nicht die gefürchtete Schwerkraft an deren Desinteresse es im Physikunterricht so manchen Fünfer hagelte.

Es ist die triviale Schwerkraft, die frühmorgens mit dem Wecker rasseln in Hochform auffährt. Den ganzen Ludwig zog sie noch tiefer unter die Bettdecke – bloß jetzt nicht gleich aufstehen. Bitte liebe Schwerkraft bleib wenigstens noch zehn Minuten bei mir. Der Wecker hatte jedoch was gegen die Schwerkraft und terrorisierte nach zehn Minuten wieder. Das ganze Spiel zehnmal hintereinander. „Schwerkraft und Käse“ weiterlesen

Grabrede für Unbekannte / Grabrede eines Lebendigen

Grabrede für Unbekannte ./. Grabrede eines Lebendigen

Ich wurde von einem Bekannten gebeten, eine Grabrede für eine nichtkirchliche Trauerfeier zu schreiben. Sein verstorbener Verwandter war mir eigentlich völlig unbekannt. Vom Hörensagen wußte ich, daß es in deren Verhältnis zueinander nicht zum Besten bestellt war. Die Aufgabe reizte mich. Brauchte aber wesentlich mehr Informationen um überhaupt etwas Vernünftiges aufs Papier zu bringen.

Also lud ich die Hinterbliebenen zu einem Informationsgespräch ein, das ich nach kurzer Zeit fast bereute. „Grabrede für Unbekannte / Grabrede eines Lebendigen“ weiterlesen

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gegen Organraub?

Organspende wird in den Propagandamedien  selten als das bezeichnet, was es ist: bestialisches Ausweiden eines lebenden Körpers. Hier stellt sich die existentielle Frage: Wie kann ich solch ein Massaker an meinem  eigenen Körper verhindern? Um es vorweg zu nehmen – es gibt keine wirkliche Sicherheit um das Verbrechen dieser Folterknechte, Ärzte genannt und deren kriminellen Zuträger zu verhindern. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, in der Hoffnung, daß sie entsprechend respektiert wird. „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gegen Organraub?“ weiterlesen