Die Wand / 1

Was passiert, wenn wir plötzlich und unerwartet von der Außenwelt abgeschnitten sind – auf einer Alm Wiese auf der es keinerlei Versorgungsnachschub gibt, unser Leben bis zum irdischen Ende als Einzelkämpfer gestalten müssen um nicht voreilig zu verhungern? Eines der besten tief in die Seele gehenden Bücher hat Marlen Haushofer dazu geschrieben. „Die Wand / 1“ weiterlesen

HABEMUS PAPESSAM – eine Frau greift durch

Um die Leser anzufüttern, vorneweg  der Anfang der Antrittsrede der neunen Päpstin im Fernsehen, bevor sie von der notwendigen Werbung unterbrochen wird.

„Das Unfaßbare ist geschehen:

HABEMUS PAPESSAM.
Ja, sehen Sie mich gut an, damit Sie es begreifen:
Ich bin eine Frau.
Eine Frau auf dem Thron des Papstes.
Zum ersten Mal eine Frau.
Diese Frisur hat nichts zu bedeuten. Wie man
erzählt, hatte auch Jesus Christus lange Haare,
und er war
. ein Mann.

Doch hier: zwei Brüste – dazu bestimmt,
Kinder zu nähren.
Und unter diesem Rock: Eierstöcke, Eileiter,
Gebärmutter.
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Die Stadt der Sehenden

Einen verregneten stürmischen und kalten Sonntag machen die Politiker verantwortlich für die geringe Kommunal-Wahlbeteiligung in einer westlichen Hauptstadt. Dazu noch 70% leer abgegebene Stimmzettel, während in den Landgemeinden keine Auffälligkeiten zu verzeichnen waren. Es kann nicht sein was nicht sein darf. Nur 13% stimmten für Rechts, 9% für die Mitte und 2,5% für Links. Bezogen auf alle Wahlberechtigten erhielten die Politiker nur noch 5% Rückhalt in der Bevölkerung. Es wurde eine Wahlwiederholung beschlossen, die noch erbärmlicher ausfiel.
Der Anteil der leeren (weißen) Stimmzettel hat sich auf 83% erhöht.
Alle Politiker vermuteten eine Verschwörung gegen die Demokratie, schleusten Spitzel und Geheimagenten unters Volk um die Drahtzieher zu entlarven. Es gab jedoch keinerlei Hinweise über Absprachen. Nicht einmal innerhalb Familien, die wahllos abgehorcht wurden. Es schien als hätte jeder diese Entscheidung zum Wahlboykott im Stillen und nur für sich getroffen. Das brachte die Politiker noch mehr in Rage. „Die Stadt der Sehenden“ weiterlesen

Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 4 und Ende

Heute werde ich mit Bedacht meine Worte wählen; ich werde nichts persönlich nehmen, ich werde keine voreiligen Schlüsse ziehen. Diese drei Versprechen kann ich ohne Zwänge von außen mir im stillen Kämmerlein einüben, bis sie ohne daran zu denken sitzen. Sie sind dann ein Teil meiner Persönlichkeit, die nach außen strahlt und mir kaum noch Angriffsflächen bietet. Das Schöne daran ist, mein Gegenüber spürt das und läßt immer öfter davon ab, mich verbal anzugreifen. Es hilft also auch ihm. „Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 4 und Ende“ weiterlesen

Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 3

„Ziehen sie keine voreiligen Schlüsse“ sei der dritte Schlüssel zum friedlichen Miteinander. Üben wir dieses Thema doch gleich mal in bb oder in anderen Blogs. Wie oft sind wir – pardon, ich geneigt, aus einer Information, woher auch immer, eine Wahrheit oder Falschheit herauszukitzeln, herauszufantasieren, die uns gerade genehm ist, der momentanen psychischen Verfassung gut tut. Sehr oft endet der voreilige Schluß als Ablenkungsmanöver des eigenen Frustes, des vermeintlichen Unvermögens, etwas zu ändern in Schuldzuweisungen. Im krassen Fall in verbalen Angriffen oder Beleidigungen. „Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 3“ weiterlesen

Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 2

(Ein Beitrag von Ludwig  der Träumer 26.11.2016) Eigentlich bräuchte es keinen weiteren Gedanken zum friedlichen Miteinander mehr, wenn der Mensch seine Worte nur noch untadelig ohne Lug und mit Bedacht verwenden würde, wie im Teil 1   hier beschrieben. Wäre da nicht sein EGO, das jedes Wort seines Gesprächspartners auf sich bezieht. Hier liegt die nächste Falle um Konflikte zu erzeugen – die hauptsächliche wie ich schon lange meine – das gesagte des Gesprächspartners persönlich nehmen. „Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 2“ weiterlesen

Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 1

(Ein Beitrag von Ludwig  der Träumer 18.11.2016) Was ist die mächtigste Waffe in der Welt, vielleicht sogar im ganzen Universum? Das Wort, wie ich meine. Jede Unstimmigkeit zwischen den Menschen, jeder Zwist und jeder Krieg beginnt mit Worten. Selbst ein unbedachtes Wort bei einem Kleinkind kann sein angedachter Lebensplan aus der Bahn werfen. Wie also mit Worten umgehen? „Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 1“ weiterlesen