Gevatter Tod und die Angst

Gevatter Tod ist zur Zeit wieder vermehrt in den großen Städten unterwegs. Man kann sagen, er macht nur seine Aufgabe im schöpferischen Auftrag. Er entsorgt diesmal hauptsächlich nur angstbesessene Seelen, die den wunderschönen Planeten Erde mit ihrer Hysterie vergiften.

Wohlgemutes seines sinnvollen Wirkens trifft er auf seinem Weg in die Stadt den von Hustenanfall betroffenen kleinen Ludwig, der weiß, daß der Hustenanfall nicht vom Corona-Virus kommt, sondern von seinen Zigarren.
Was hast du vor, du wirkst heute besonders lustig im Gegensatz zu sonst, wo du deiner Aufgabe eher mißmutig nachgehst, fragte klein Ludwig.

Ich will den kleinen Arschlöchern zeigen, wohin sie ihre Angst führt, antwortete Gevatter Tod,  grinste und ging weiter. Er drehte sich nochmals um und sagte: Keine Bange, ich habe nicht vor, mehr Seelen abzuholen als sonst. In der nächsten Stadt sind es tausend, deren natürliches Ende gekommen ist und die ich liebevoll ins Jenseits mitnehme.

Klein Ludwig verfolgte die Aktion des Gevatters auf seinem 5G-Händie und war überrascht. 10.000 Tote urplötzlich. Wie kann das sein? Er wollte doch nur 1.000 „umbringen.

Auf dem Rückweg traf er wieder klein Ludwig, der etwas verwirrt von der Glaubwürdigkeit Gevatters war. Gevatter Tod, Du wolltest doch nur tausend Seelen holen, das aber sind weit mehr als zehntausend.

Dafür kann ich nix, die anderen sind vor lauter Panik mitgekommen,
so seine Antwort.

Der Eis und das Bär

Vergnügt am Lutschen ist
Der Kugel erste Pflicht
Rettung der Erde
So das grüne Gedicht
Lasse fahren die Leugner
Der Erde zuliebe in die Hölle
Es grünt so grün wenn Grüne blüh’n
Des Geldes Wiedersehn
im Nirwana gut gehoben
Eine Kugel Eis die Rettung
Der Bär und das Eis sich kringeln
So steh ich da grün blamiert
Der Schöpfer sich amüsiert
Sein grüner Pfusch sich rentiert
Sein Gästehaus auf Erden
Von den Grünen bezollt
Es grünt so grün wenn grüne Mieder glüh‘n
Greenbacks der Grünen Hinterlist
Verpönt vorm Volk und doch gesammelt
Hinterrücks im Puff ihrer Blamage verhurt
Die Schwindsucht ihrer Idiotie heilt die Zeit
Wart’s ab lieber Grüner der Frühling kommt
Die falsche Frucht deiner dann Kompost

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Ludwig Bräu, das einzige erneuerbare Getränk, da sich selbst potenziert:

Eins gesoffen – zwei gepinkelt.

LdT-Marktcheck: Freundin

Es ist jetzt gut 50 Jahre her, als Ludwig sich das erste Mal intensiv mit dem Thema „Freundin“ befaßte. Es war sozusagen sein erster Marktcheck. Die Auswahl und Anschaffung einer Freundin war damals recht einfach. Ja, man kann sagen, sie ergab sich ohne Anstrengung – wie aus heiterem Himmel. Zu dieser Zeit begnügte man sich mit dem himmlischen Angebot, das man Liebe auf den ersten Blick nannte. Der Markt wurde, wie es stets sein sollte, durch die Göttinnen Aphrodite und Venus geregelt.

„LdT-Marktcheck: Freundin“ weiterlesen

Jeden Tag eine gute Tat

Es fällt mir unheimlich schwer, den Seniorennachmittag morgen mit Halma spielen und Bibelstunde zu schwänzen, so kurz vor der Meisterschaft im Halmakegel umwerfen und Armherzigkeit äh Barmherzigkeit endlich zu kapieren.

Wie sagte meine Omi immer: Jeden Tag eine gute Tat und du kommst in den Himmel. Meine evangelische Pfarrerin Maria-Arifa Schnurzel-Abdulla ermutigte mich auch dazu. Sie sieht darin keinen Ungehorsam. Ich kann ja die Bibelstunde nachholen, meinte sie. Nachdem die Carola Rackete inzwischen wichtigere Aufgaben als ‚Seenotrettung‘ hat, sind wir Alten in der Pflicht, diese zu übernehmen. Mach ich doch glatt. Ich übernehme notgedrungen diese Aufgabe, aber nur morgen. Will ja schließlich keine weitere Bibelstunde verpassen, so kurz vor der eigenen Reduzierung des CO2 Ausstoß durch Ableben. Will ja wissen, wie es im Himmel weitergeht.

Wüßte ich, daß morgen die Welt untergeht, würde ich noch ein Faß Bier brauen.

Nach der Rettung biete ich diesen traumatisierten Bootsinsassen*Innen eine grundsolide Ausbildung in meinem Braukeller – dem berühmten Ludwig Bräu an.

Zuallererst ist es wichtig, daß sie anständig angezogen werden. Habe daher bereits 50 Klamotten für diese Bootsinsassen*Innen geordert.

 

Ode an die Faulheit

Mir bleibt auch gar nichts erspart. Zum dreißigsten Mal wurde ich zur Weihnachtsfeier in der Firma eingeladen für die ich als Freelancer regelmäßig arbeitete. Auch nach meiner Kündigung und Ausstieg aus dem Erwerbsleben (was für ein fürchterliches Wort) halten die an dieser Tradition fest. Es müßte eigentlich eine Ehre für mich sein. Warum ich mich inzwischen dagegen sträube und mir geschworen habe, das war das letzte Mal, liegt an der Entwicklung der Weihnachtsfeiern von damals bis heute.

In meiner Einladung stand auch noch, ich soll zum dreißigjährigen Jubiläum eine Rede halten. Da ich mich inzwischen auf Grabreden eingeschossen habe, lag es nahe, hier eine solche zu halten. Sie wäre sicher angebracht aufgrund des halbtoten Miteinanders in dieser Firma, die seltsamerweise nur noch eines kennt – Money Money. Nun ich hatte diese Rede gelassen. Es kommt ohnehin wie es kommt. Die hirnlose Arschkriecherei in den Turbokapitalismus und Puritanismus der Selbstkasteiung braucht keine Grabrede.

Nun zur Rede:

Danke für diese Einladung. Als Verwesungsanwärter kann ich mir inzwischen alles erlauben – sogar die Wahrheit, die mir meine weltlich monetäre Existenz nicht mehr bedroht. Betriebliche Weihnachtsfeiern sind ein Indikator für den Geist einer Firma. Waren sie vor dreißig Jahren noch locker flockig, so sind sie heute geprägt von einem Geist, der an streng geführten Sekten  erinnert. Der Umgang miteinander war damals noch menschlich. Die Kollegen hatten sich gegenseitig gestützt, wenn etwas schief lief. Heute wird beim geringsten Anlaß rausgemobbt. Konnte damals sich ein Kollege hemmungslos vollaufen lassen und dem Chef in die Wade beißen, so war das der lustigen Feier geschuldet. Er wurde danach von den Kollegen liebevoll nach Hause getragen. Auch wenn diese so besoffen waren, daß sie ihn auf dem Nachhauseweg hatten dreimal fallenlassen. Vollgesoffene Liebeserklärungen an die Frau des Chefs hatten kein Nachspiel – kein #meetoo-Aufstand. Es wurde gesungen, gelacht, getratscht und manchmal besoffen gestänkert. Alles kein Problem. Am nächsten Montag waren alle wieder nüchtern und weiter gings mit der Arbeit.

Und heute? Das Protokoll für den Staatsbesuch der Quien ist ein lockeres Treffen gegenüber den heutigen Regeln einer Weihnachtsfeier. Die Weihnachtsfeiern die ich hier in den letzten Jahren erlebte, erinnern eher an eine verkrampfte Trauerfeier als das für sie einst gedacht war.

Keiner traut sich mehr aus sich herauszukommen. Fröhlichkeit wird verlogen vorgespielt. Die Frauenbeauftragte sorgt für gendergerechte Kommunikation. Die Entscheidung, was gesoffen wird, ist vom strengen Blick der mindestens halbmaratonlaufenden voll durchtrainierten karrieregeilen Kollegen*Innen bestimmt. Doch lieber einen linksdrehenden milchsauervergorenen Affenbrottee trinken um nicht in Ungnade zu verfallen. Das hier dem inzwischen artgerecht gehaltenen Hamsterradler empfohlenen Menüs möchte ich eigentlich nicht erwähnen. So was von vegan, das jeden Normalo eher verhungern läßt als da reinreinzubeißen. Alles dem Konsens geschuldet – wir sind fit für die Zukunft. Ganz zu schweigen von Rauchern. Die sind zum Glück von den dieselholokausten Mördern etwas in den Hintergrund gerückt. Aber nur, wenn sie dieser Sucht unwiderruflich abschwören. Wozu gibt es Valium?

So beschränke ich mich auf eine Zeit, die anders hätte verlaufen können. Sie wurde angedacht von Klardenkern, die zwar Anarchisten genannt wurden, aber Schöpfers Gedanke bis heute inne haben. Danke liebe Festbesucher, daß sie mich noch nicht rausgeschmissen haben. Wußte ich doch, daß mein angekündigtes Thema euch brennend interessiert.  Es geht um Faulheit. Ich möchte zwar nicht behaupten, daß Faulheit die Weltenformel schlechthin ist, jedoch ist sie einer der wichtigsten Bausteine dahin.

Ich hatte eine sehr lange Rede angedacht, die dem Thema würdig wäre, mich aber zum Glück auf mein Lebensprinzip besonnen – dem faul Sein. Daher nur eine ganz kurze Rede. Ich würde mir ja sonst selbst widersprechen. Wer mag kann das Thema bei unserem seelenverwandten Paul Lafargue ausführlich studieren.

http://www.wildcat-www.de/material/m003lafa.htm Das Recht auf Faulheit.

Und wieder geht’s mit neuem Fleiß an den gleichen Scheiß!

Was will uns dieses Sprichwort sagen? Nun – Seht her, was der Fleiß um jeden Preis uns in der Welt gebracht hat. Man stelle sich vor, jedem Menschen wäre eine gesunde Faulheit inne. Hätten wir dann nicht schon längst das Paradies auf Erden?

Möchte meine Rede mit den Worten von Lessing abschließen:

Die Faulheit

Fleiß und Arbeit lob‘ ich nicht.
Fleiß und Arbeit lob‘ ein Bauer.
Ja, der Bauer selber spricht,
Fleiß und Arbeit wird ihm sauer.
Faul zu sein, sei meine Pflicht;
Diese Pflicht ermüdet nicht.

Bruder laß das Buch voll Staub.
Willst du länger mit ihm wachen?
Morgen bist du selber Staub!
Laß uns faul in allen Sachen,
nur nicht faul zu Lieb und Wein,
nur nicht faul zur Faulheit sein.

So, jetzt lassen wirs richtig fleißig krachen – mein letzte Wort, bevor mir die Pressebevollmächtigte empfahl, mich aus dem Staub zu machen. Nix lieber als das.

Zu meiner Erstveröffentlichung auf http://www.bumibahagia.com, auf der nur Bekloppte schreiben, hatte palina in einem Kommentar dazu meine Erfahrungen mit den Weihnachtsfeiern noch getoppt. Realsatire? Nein, genauso läuft es künftig ab. Betrachten wir nur, wie der Begriff Toleranz in der Bunzelregierung Deutschland (BRD) und in den Mainstreammedien uns als das neue Miteinander ins Gehirn geschissen wird.

Toleranz – erdulden, ertragen, was auf uns zukommt? Geht’s noch? Ein Beitrag von https://dushanwegner.com/toleranz/?mc_cid=248aec49e6&mc_eid=ac82e0b2ba sollte uns in alle Glieder fahren, um endlich aufzuwachen, was auf uns mit der gepredigten Toleranz auf uns zu kommt. Sollen so unsere christlichen Werte, die sicher verbesserungswürdig sind, in Unterwürfigkeit verkommen?

Nun, zum Kommentar von palina:

auch wenn das ein etwas langer Text ist, füge ich es trotzdem ein.
Weil es einfach eine klasse Einladung ist.
Entspricht in etwa dem was Ludwig hier beschreibt:

Einladung zur Weihnachtsfeier
1. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass unsere Firmen-Weihnachtsfeier am 20.12. im Argentina-Steakhouse stattfinden wird. Es wird eine nette Dekoration geben und eine kleine Musikband wird heimelige Weihnachtslieder spielen. Entspannen Sie sich und genießen Sie den Abend… Freuen Sie sich auf unseren Geschäftsführer, der als Weihnachtsmann verkleidet die Christbaumbeleuchtung einschalten wird! Sie können sich untereinander gern Geschenke machen, wobei kein Geschenk einen Wert von 20 EUR übersteigen sollte.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit.
Tina Bartsch-Levin
Leiterin Personalabteilung
2. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Auf gar keinen Fall sollte die gestrige Mitteilung unsere muslimischen Kollegen isolieren. Es ist uns bewusst, dass Ihre Feiertage mit den unsrigen nicht ganz konform gehen: Wir werden unser Zusammentreffen daher ab sofort „Jahresendfeier“ nennen. Es wird weder einen Weihnachtsbaum noch Weihnachtslieder geben.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine schöne Zeit.
Tina Bartsch-Levin
Leiterin Personalabteilung
3. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Ich nehme Bezug auf einen diskreten Hinweis eines Mitglieds der Anonymen Alkoholiker, welcher einen „trockenen“ Tisch einfordert. Ich freue mich, diesem Wunsch entsprechen zu können, weise jedoch darauf hin, dass dann die Anonymität nicht mehr gewährleistet sein wird… Ferner teile ich Ihnen mit, dass der Austausch von Geschenken durch die Intervention des Betriebsrats nicht gestattet sein wird:
20 EUR sei zuviel Geld.
Tina Bartsch-Levin
Leiterin Personalforschung
7. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Es ist mir gelungen, für alle Mitglieder der „Weight-Watchers“ einen Tisch weit entfernt vom Buffet und für alle Schwangeren einen Tisch ganz nah an den Toiletten reservieren zu können.
Schwule dürfen miteinander sitzen. Lesben müssen nicht mit Schwulen sitzen, sondern haben einen Tisch für sich alleine. Na klar, die Schwulen erhalten ein Blumenarrangement für ihren Tisch.
Endlich zufrieden?
Tina Bartsch-Levin
Leiterin Klappsmühle
9. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Selbstverständlich werden wir die Nichtraucher vor den Rauchern schützen und einen schweren Vorhang benutzen, der den Festraum trennen kann, bzw. die Raucher vor dem Restaurant in einem Zelt platzieren.
Tina Bartsch-Levin
Leiterin Personalvergewaltigung
10. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Vegetarier! Auf Euch habe ich gewartet! Es ist mir scheißegal, ob´s Euch nun passt oder nicht:
Wir gehen ins Steakhaus!!! Ihr könnt ja, wenn Ihr wollt, bis auf den Mond fliegen, um am 20.12. möglichst weit entfernt vom „Todesgrill“, wie Ihr es nennt, sitzen zu können. Labt Euch an der Salatbar und fresst rohe Tomaten! Übrigens: Tomaten haben auch Gefühle, sie schreien wenn man sie aufschneidet, ich habe sie schon schreien hören, ätsch ätsch ätsch!
Ich wünsch Euch allen beschissene Weihnachten, besauft Euch und krepiert!!!!!
Die Schlampe aus der dritten Etage.
14. Dezember
AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER
Ich kann sicher sagen, dass ich im Namen von uns allen spreche, was die baldigen Genesungswünsche für Frau Bartsch-Levin angeht. Bitte unterstützen Sie mich und schicken Sie reichlich Karten mit Wünschen zur guten Besserung ins Sanatorium. Die Direktion hat inzwischen die Absage unserer Feier am 20.12. beschlossen. Wir geben Ihnen an diesem Nachmittag bezahlte Freizeit.
Josef Benninger
Interimsleiter Personalabteilung

 

Allgemeiner Anzeiger Niedertrachtbach

Der Pfarrer in Niedertrachtbach wollte seine neu gelernte Hypnosetechnik während der Predigt anwenden, damit der Klingelbeutel endlich wieder prall voll wird.

Dazu heizte er die Kirche richtig auf, damit die Schäfchen schon deshalb halb eindösten. Während seiner monotonen Rede schwingte er seine goldene Uhr an einer Kette hin und her. Nachdem alle Augenlieder fast zugefallen waren, predigte er ihnen in einer Dauerschleife – sie mögen diesmal mindestens 20 € in den Beutel werfen.

Der Klingelbeutel war rappevoll, so daß er diese erfolgreiche Technik am nächsten Sonntag wiederholte.

Während er mit der Uhr wieder pendelte, riß die Kette und die Uhr zerplatzte auf dem Boden in alle Einzelteile.

Scheiße schimpfte er.

Die Putzkolonne ist seit einer Woche dabei, die Kirche wieder sauber zu kriegen. Wegen dem Gestank findet die Predigt am nächsten Sonntag in Niederfurzelbach statt.

(LdT, Allgemeiner Anzeiger Niedertrachtbach)

Punkt vor Null

Der Punkt

ist etwas mit nix außen rum
wäre es umgekehrt, oh Trauer
sähe er sich als Loch, wie dumm
sein Elend wäre von Dauer

der springende Punkt braucht auch um sich das nix
sonst knallt er gegen was und wäre ein wunder Punkt
als zentraler Punkt wächst sein Ego ganz schön fix
als Standpunkt dem Menschen besonders beliebt, man unkt

in der Mathe der Punkt sehr geschätzt auf der Parabel
sitzt er drauf oder nicht, der Professor bringt es ans Licht
Punkt vor Strich, es gilt zu beachten diese unerbittliche Regel
sonst hagelt es Minuspunkte und das Abi wird dann nicht

als Nullpunkt für Energie ohne Kohle und Kabel, so die Spinner
soll er herhalten, sich verbinden mit dem kosmischen Vakuum
sein Stolz jedoch verbietet die Heirat mit der Null für immer
so bleibt als Mittelpunkt uns nur weiter Kohle schaufeln, wie dumm

Schwerpunkt, Zeitpunkt und den Doppelpunkt nicht vergessen
Strichpunkt, i-Punkt, Service-Punkt und Endpunkt ganz wichtig
es täglich in Foren auf den Punkt bringen, manche ganz versessen
Punkte hier, Punkte da, beim Fußball rasten viele aus so richtig

Die Null

Bohrt sich der Punkt ein Loch ins Hirn, sieht er aus wie ne‘ Null
in Politik und Wirtschaft, Banken und Lehre hochangesehen
ein Nichts aus dem Nichts und doch überall lebendig die Null
schnell der Punkt kapiert, nur mit Loch ist man gern gesehen

Das größte Wunder auf Erden ist eine Null zu werden
für alles zu gebrauchen, weil wie das Nichts nicht faßbar
überall, wo’s monetet und Geld regnet kommt sie zu Würden
Leid und Elend, kaum zu glauben, nur mit der Null machbar

Als Doppelnull gar nicht verschämt, weist sie uns den Weg
damit vornehm wie wir sind, nicht scheißen auf die Straße
eine Null im Bett mir lieber als die Nullen auf Würdens Steg
die von Nullen gewählt, uns plagen wie Ratten, das unsre Strafe

Null Ahnung, was ich da so schreibe, aber davon ganz viel
so wie die berühmteste schwarze Null uns gauckelt so keß
diese Null will mit Nullen Wirtschaft ankurbeln, die zerfiel
Nullen in Fernsehen und Zeitung das erklären, damit ich‘s freß

Allem voran – DAS NULL um zu würdigen Genders Nullen
Null Unterschied von m/w, vorne und hinten, so die Rede
die Mit-glieder nullen, die ohne sich einen spaßig reinnullen
im Kindergarten bereits gelehrt für die spätere große Fete

Der unglückliche Punkt alsbald merkt, daß er sich hat verbohrt
zu spät, grinste das Loch, beförderte sich selbst zum Arschloch
somit hat der Punkt sein Schicksal auf alle Ewigkeit verrohrt
trägt in sich das Loch, wird zum Arschloch und pflegt das Moloch

Wer es nicht glauben mag, betrachte seinen Standpunkt im Spiegel
eingezäunt in seines Hirnes Loch, fühlt er sich frei in Hamsterrads Klemme
wollt er stopfen Hirnes Loch, muß fürchteten uns Leben wie Wurm vorm Igel
drum bleibt er lieber brav, kriecht vor dem großen Null, bleibt Elites Memme

perfekte Werbung

„Stinklangweilig hier im Himmel“, beschwert sich der neu angekommene Werbetexter. „Immer nur Wolken bügeln, frohlocken und Halleluja singen. Wozu habe ich eine erstklassige Ausbildung auf der Erde genossen? Ich bin schließlich zu besserem berufen.“
„Nun“, meinte Petrus, „du hast freie Wahl. Schau dich in der Hölle um und entscheide dann, wo du bleiben willst. Deine Entscheidung ist dann endgültig. Sag mir aber bitte nochmals Bescheid, wenn du dort bleiben willst.“ – „Versprochen.“

Dort unten angekommen, war er fassungslos von dem Angebot. Frühmorgens kochte ihm eine halbnackte Blondine Kaffee und brachte ihn an sein Bettchen von acht qm Größe. Seine Fantasie schwoll nicht nur im Kopf an. Dachte er noch an die Nächte auf Erden mit … (aus Jugendschutzgründen wird das nicht näher beäugt).

hier weiterlesen:http://tinyurl.com/gmzrutt