Die Nudelholz Sage / Teil 1

Was Omi noch stolz als Küchengerät benutzte ist heute in der Postnudelholzzeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Sie hatte noch das Symbol einer – der größten Hochkulturen aller Zeiten gepflegt ohne sich um deren Herkunft bewußt zu sein. Heute ist der Ursprung des Nudelholzes vollständig aus dem Bewußtsein verschwunden. Die Nudel aus dem gleichnamigen Holz geschnitzt, die in prähistorischen Zeiten nicht nur eine völkerverbindende sondern auch und vor allem eine interplanetarische Bedeutung hatte, ist inzwischen heute als Fünfminuten-Terrine oder beim Lieblingsitaliener zur Beruhigung des Magens degradiert. „Die Nudelholz Sage / Teil 1“ weiterlesen

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Ich habe keine Zeit – lebe ich dann zeitlos?

Einkaufen ist für mich ein Greuel, außer auf dem Wochenmarkt oder im kleinen Laden mit Theke und persönlicher Beratung durch fröhliche entspannte Händler. Um den Wochenbedarf an Gemüse, Käse, Gewürze und Wurst zu decken verbringe ich oft drei Stunden auf dem Wochenmarkt. Der nächste auf dem Gutenberg-Platz in Karlsruhe gut sortierte ist 25 km weg von meinem Refugio. Die schönsten die ich in der näheren Umgebung kenne sind in Landau und Neustadt an der Weinstraße, vierzig und fünfzig km entfernt. Die französische Einfluß der Gelassenheit und der hohe Anspruch an die Qualität der Lebensmittel sind dort unverkennbar. „Ich habe keine Zeit – lebe ich dann zeitlos?“ weiterlesen

Schwerkraft und Käse

(Ludwig der Träumer will heute nur plaudern) Es gab Zeiten in meinem Leben die häufig von der Schwerkraft bestimmt wurden und mir regelmäßig den ganzen Tag versauten. Ich meine jetzt nicht die Schwerkraft, deren Wirkung erst richtig bewußt wird, wenn es mich auf die Schnauze haut, meine Nase plättet oder die des Hammers der es vorzieht anstelle den Nagel zu treffen meinen Daumen bevorzugt. Auch nicht die gefürchtete Schwerkraft an deren Desinteresse es im Physikunterricht so manchen Fünfer hagelte.

Es ist die triviale Schwerkraft, die frühmorgens mit dem Wecker rasseln in Hochform auffährt. Den ganzen Ludwig zog sie noch tiefer unter die Bettdecke – bloß jetzt nicht gleich aufstehen. Bitte liebe Schwerkraft bleib wenigstens noch zehn Minuten bei mir. Der Wecker hatte jedoch was gegen die Schwerkraft und terrorisierte nach zehn Minuten wieder. Das ganze Spiel zehnmal hintereinander. „Schwerkraft und Käse“ weiterlesen

HABEMUS PAPESSAM – eine Frau greift durch

Um die Leser anzufüttern, vorneweg  der Anfang der Antrittsrede der neunen Päpstin im Fernsehen, bevor sie von der notwendigen Werbung unterbrochen wird.

„Das Unfaßbare ist geschehen:

HABEMUS PAPESSAM.
Ja, sehen Sie mich gut an, damit Sie es begreifen:
Ich bin eine Frau.
Eine Frau auf dem Thron des Papstes.
Zum ersten Mal eine Frau.
Diese Frisur hat nichts zu bedeuten. Wie man
erzählt, hatte auch Jesus Christus lange Haare,
und er war
. ein Mann.

Doch hier: zwei Brüste – dazu bestimmt,
Kinder zu nähren.
Und unter diesem Rock: Eierstöcke, Eileiter,
Gebärmutter.
„HABEMUS PAPESSAM – eine Frau greift durch“ weiterlesen

Die Stadt der Sehenden

Einen verregneten stürmischen und kalten Sonntag machen die Politiker verantwortlich für die geringe Kommunal-Wahlbeteiligung in einer westlichen Hauptstadt. Dazu noch 70% leer abgegebene Stimmzettel, während in den Landgemeinden keine Auffälligkeiten zu verzeichnen waren. Es kann nicht sein was nicht sein darf. Nur 13% stimmten für Rechts, 9% für die Mitte und 2,5% für Links. Bezogen auf alle Wahlberechtigten erhielten die Politiker nur noch 5% Rückhalt in der Bevölkerung. Es wurde eine Wahlwiederholung beschlossen, die noch erbärmlicher ausfiel.
Der Anteil der leeren (weißen) Stimmzettel hat sich auf 83% erhöht.
Alle Politiker vermuteten eine Verschwörung gegen die Demokratie, schleusten Spitzel und Geheimagenten unters Volk um die Drahtzieher zu entlarven. Es gab jedoch keinerlei Hinweise über Absprachen. Nicht einmal innerhalb Familien, die wahllos abgehorcht wurden. Es schien als hätte jeder diese Entscheidung zum Wahlboykott im Stillen und nur für sich getroffen. Das brachte die Politiker noch mehr in Rage. „Die Stadt der Sehenden“ weiterlesen

Das letzte Geld schnappen für den Sargdeckel

Es gibt eine alte Geschichte, die es immer wieder hochzuholen wert ist um den Irrsinn des Kapitalismus zu entlarven. Wie die weitergehen könnte, hat Roland in wunderschöner Weise beschrieben. Sie braucht keine Anmoderation. Die würde den wunderbaren Gedankenfluß nur stören. „Das letzte Geld schnappen für den Sargdeckel“ weiterlesen

Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen

„…Wir müssen uns die Angriffe der Mitläufer aus den eigenen Reihen, welche das System aufrechterhalten und verteidigen nicht mehr gefallen lassen.“

Einer der besten Sätze aus dem genialen Video im Beitrag von thom ram, 21.01.0005 hier, der es verdient nochmals hochgeholt zu werden, damit endlich der letzte Bunzel kapiert, was mit ihm geschieht. „Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen“ weiterlesen

Nobelpreisträger auf Abwegen

Da hat es doch tatsächlich einer gewagt aus der heiligen „American Physical Society“ auszutreten, weil er deren Blöde Sau Spiel mit dem sog. menschengemachten Klimawandel nichtmehr ertrug, vor allem deren Doktrin dazu. Sorgte dieser Austritt nicht schon öffentlichkeitswirksam für eine große Aufregung bei diesen Climate Change Predigern, die ihn am liebsten auf dem Scheiterhaufen sehen würden, so setzte er unverschämterweise bei der Nobelpreisträgertagung 2015 in Lindau noch einen drauf. „Nobelpreisträger auf Abwegen“ weiterlesen

Ohne Strom geht’s in die Hölle

Man stelle sich vier Tage Stromausfall vor ohne Vorwarnung und das auch noch im Winter bei Eiseskälte. Unvorstellbar so was in unserer Rundumversorgungsgesellschaft. Stelle es dir trotzdem vor, lieber Leser. Ich möchte dir dazu eine Denkhilfe geben – sicher nicht vollständig, da ich nur dein nächstes Umfeld betrachte. „Ohne Strom geht’s in die Hölle“ weiterlesen

Welche Dinge braucht der Mensch?

Im jeden Jahresrückblick fehlt keine Reportage über lokale Überschwemmungen  mit verheerenden oft existentiellen Katastrophen für die Bewohner. Im harmlosesten Fall wird nur der Keller überflutet und der dort entsorgte Vorfälligkeitssperrmüll oder die Waschmaschine ist futsch. Besonders schlimm wird es, wenn gemütlich daher plätschernde Bäche plötzlich zu alles niederreißenden Monsterwasserfälle werden, die Schlammlawinen in die Wohnzimmer tragen und alles zerstören, was man sich mühsam oft jahrelang angeschafft hat. Augenblicklich ist der Traum vom trauten Heim zerstört. Unbewohnbar – zerstört die Bude wie nach einem Brand, stehen die ehem. Bewohner vor dem Nix. „Welche Dinge braucht der Mensch?“ weiterlesen