Wählen heißt Entsagen

Piet fragte in einem Kommentar: Wie kann ich, falls ich nicht die „Deutsche Mitte“ wähle, am effektivsten bei der nächsten BuTaWa mein Missfallen den jetzigen Stinkern und -Innen ausdrücken? Nichtwählen wird ignoriert, eine niedrige Wahlbeteiligung ist eh schon Standard, ungültige Stimmzettel werden ebenfalls ignoriert. Manche schreiben „einen leeren Wahlzettel“ abgeben. Hmmmmm. Gibt es eine wirksame Alternative?

Ich möchte aus der Sicht eines Anarchisten versuchen hier eine Antwort zu finden. Die „Deutsche Mitte“ sehe ich da nur als Platzhalter für eine Partei, die kluge Gedanken hat und davon träumt, sie umzusetzen, falls sie die Wahl gewinnt. Bisher wurde jedoch jede Partei, die Regierungsauftrag bekam, innerhalb kurzer Zeit auf Linie gebracht. FDP (1971 mit ihren Freiburger Thesen), Grüne und Linke. Die von Natur aus Berufsverrätern bestehende SPD und CDU mal außen vor gelassen. Bei denen müßte jedem Wähler klar sein, daß er nach jeder Wahl verraten und verkauft wird. Es ist für mich keine Frage ob z. Bp. eine neue Partei wie die Deutsche Mitte umfällt – umerzogen wird, sondern wann.

Was also tun um das Idiotentheater zu brechen? Nichts und Niemanden wählen, so meine Antwort. „Wählen heißt Entsagen“ weiterlesen

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Die Stadt der Sehenden

Einen verregneten stürmischen und kalten Sonntag machen die Politiker verantwortlich für die geringe Kommunal-Wahlbeteiligung in einer westlichen Hauptstadt. Dazu noch 70% leer abgegebene Stimmzettel, während in den Landgemeinden keine Auffälligkeiten zu verzeichnen waren. Es kann nicht sein was nicht sein darf. Nur 13% stimmten für Rechts, 9% für die Mitte und 2,5% für Links. Bezogen auf alle Wahlberechtigten erhielten die Politiker nur noch 5% Rückhalt in der Bevölkerung. Es wurde eine Wahlwiederholung beschlossen, die noch erbärmlicher ausfiel.
Der Anteil der leeren (weißen) Stimmzettel hat sich auf 83% erhöht.
Alle Politiker vermuteten eine Verschwörung gegen die Demokratie, schleusten Spitzel und Geheimagenten unters Volk um die Drahtzieher zu entlarven. Es gab jedoch keinerlei Hinweise über Absprachen. Nicht einmal innerhalb Familien, die wahllos abgehorcht wurden. Es schien als hätte jeder diese Entscheidung zum Wahlboykott im Stillen und nur für sich getroffen. Das brachte die Politiker noch mehr in Rage. „Die Stadt der Sehenden“ weiterlesen