Hindernisse zur Menschwerdung – Märchen und Prognosen

Wer sich intensiv mit Märchen beschäftigt – mit dem ‚Es war einmal‘, wird sich auch mit der Frage beschäftigen müssen:

Gab es wirklich einmal eine bessere Zeit, wo stets das Gute über das Böse siegte oder das Böse keinen Zugang hatte?

Warum haben die Menschen diese wunderbare Zeit verlassen?

Nur um sich durch den Abstieg in das Leid und Materielle vom Göttlichen zu trennen, um danach durch Selbsterkenntnis wieder ins

„Es war einmal“ aufzuschwingen, halte ich für Gelehrtengeschwafel.

Sollte es Gottes Wille gewesen sein, den Menschen über die Schleife des Leids wieder dorthin zu führen, wo er schon mal war – im Paradies, dann muß er einen besonderen schrägen Humor haben.

War ihm nach sechs Tagen Schöpfung so langweilig, daß er mit dem Sonntag, dem Ruhetag nichts anfangen konnte und Äktschn brauchte? Diese ist ihm dann besonders gut gelungen, wie mir scheint. Das Programm in der Weltenglotze bietet ihm reichlich Abwechslung.

Die drei Einfaltigkeiten seines Wesens müssen sich rund um die Uhr amüsieren und vor Lachen auf die Schekel äh Schenkel klopfen.

Was für ein erfüllter Tag wieder heute. Haben wir drei Einen nicht ein geniales Fernsehprogramm dort unten geschaffen, das sich tagtäglich selbst toppt. Alles dabei, von A – Z. Von Armseeligen bis Zuhälter, von Atombomben bis Zeitmesser, von Arschkriecher bis Zwangsarbeiter, von Adel bis Zigeuner, von Armageddon bis Zickenalarm, von Alice S. (wer ist Alice?) bis Zeugen des Jehovas, von Asozialen bis Zeugengeldempfängern für Meineide – ach egal, Hauptsache Äktschn.

Hören wir dazu Schöpfers Worte:

Uns drei Einfaltigkeiten graust, wenn der Mensch in unsere Gefilde zurück will. Wir haben nichts mehr zu bieten.

Alles was wir ihm bieten konnten, haben wir ihm bereits gegeben – die Erde.

So viele Flüchtlinge kann selbst der größte Himmel nicht ernähren. Uns den ganzen Tag auf der Pelle hocken, frohlocken und anbeten?

Das hält selbst der Schöpfer nicht lange aus.

So haben wir, die drei Einfaltigkeiten uns die Erfindung des Menschen nicht vorgestellt.

Was will er auch hier? Mit uns Fernsehen? Eine tote Erde betrachten, wenn alle hier sind?

Bleib ma ford.

Das Paradies(von uns aus betrachtet) ist nicht bei uns, sondern auf der Erde – immer noch.

Unsere Erfindung des Menschen war ein gewagtes Experiment, aber dafür haben wir ihm auch Intelligenz, Empathie und Liebe mitgegeben, damit er sich entwickeln kann und irgendwann mit uns auf Augenhöhe kommuniziert. Unser Pfuschwerk, den manche Philosophen den Menschen nennen war kein Vorsatz, sondern ein etwas voreiliger Gedanke, etwas zu schaffen,

das unsere unendliche Tristesse und Langeweile aufhellen könnte.

Zugegeben, wir hatten nur das Licht betrachtet, in dem wir uns befinden. Den Schatten, der unweigerlich hinter den Menschen fällt,

wenn er im Lichte steht, hatten wir übersehen.

Um den Schatten zu erkennen, haben wir immerhin die Zeit erfunden, deren Bedeutung uns bei der Schöpfung noch nicht bekannt war.

Den Schatten nennen wir heute Geschichte. Ja, Geschichte. Daher ist das von euch erfundene esoterische Geschwafel von ‚ Geh der Sonne entgegen und der Schatten bleibt hinter dir‘, das größte Hindernis um euch zum Guten weiterzuentwickeln.

Nur wer seine eigene Geschichte, Licht und Schatten kennt und nicht vor ihr fortläuft, kann aus ihr lernen.

Aber Achtung: Sie darf nicht für Schuldzuweisungen mißbraucht werden, sondern ausschließlich aus ihr zu lernen. Noch etwas zu dem was ihr Schuld nennt: Schuld ist in unserem Schöpfungsplan nicht vorgesehen, ebensowenig Schulden.

Wie die Schuld und Schulden sich auf der Erde verbreiten konnten, können wir uns selbst nicht erklären. Sie wurden offensichtlich als Gestaltungskraft eures Miteinanders auf der Erde von euch erfunden.

Da müßt ihr selbst durch.

Uns anplärren mit Gebeten zum Schuld- und Schuldenerlaß geht uns am Wertesten vorbei. Das müßt ihr schon gegenseitig meistern.

Das könnt ihr auch sicher mit Hilfe eurer Intelligenz. Die ist doch im Überfluß vorhanden, wie wir feststellen.

Niemand bettelt uns um Intelligenz an.

Ihr habt das größte Gut erhalten, das jemals von uns erdacht werden konnte – die Erde. Die haben wir nicht einmal im Himmel.

Daher mußten wir sie erschaffen.

Hütet sie, gestaltet sie mit Liebe und macht sie euch nicht untertan. Behandelt sie, wie ihr selbst behandelt werden wollt und ehrt sie,

sie ist eure einzige Bleibe im Universum.

Zurück zu uns gibt’s nicht mehr. Dann hätten wir euch auch gleich hier behalten können. Oder glaubt ihr wirklich, daß wir es nötig haben,

euch fiese schmerzliche Prüfungen aufzuerlegen, nur um zu sehen ob ihr uns trotzdem liebt?
Es liegt ausschließlich an euch, das, was ihr Paradies nennt, im Hier und Jetzt auf der Erde zu verwirklichen.

Gebt euch keinen Illusionen hin. Ihr verlaßt die Erde nur um eurer Seele in einem neuen recycelten Körper bald wieder neue Handlungsfähigkeit zu geben. Reinkarnation nennen es die Aufgewachten, esoterischer Schwachsinn die Gelehrten.

Es ist der ewige Kreislauf, der weder ‚Zurück in Gottes Schoß noch Nirwana kennt‘.

Wir, die drei Einfaltigkeiten freuen uns natürlich, wenn ihr uns und die Schöpfung ehrt. Aber sicher nicht auf diese Art, die ihr heute praktiziert. Plärrt uns nicht mehr mit euren Gebeten an. Wenn ihr wirklich Gott und der Schöpfung dienen wollt, dann zeigt es in eurem Handeln auf der Erde, zum Wohl aller Lebewesen. Uns anplärren mit Gebeten ist kein Gottesdienst.

Wer es dennoch braucht, soll sich von uns aus weiterhin in den Kathedralen einsperren.

Erkennt es endlich. Ihr habt das Potential dazu.

Aber auch die Wahl, euer Karma folgt der Wahl. Karma ist keine Erfindung von uns, sondern nur eine Folge eures Handelns.

Ohne Lobpreisung oder Bestrafung von außen.

.

Zurück zu den Märchen:

Sie waren nie Wirklichkeit. Sie hindern uns eher als daß sie uns nützen. Wir bekamen vom Schöpfer die Erde und unsere Grundausstattung zur Erhaltung unserer Spezies, den Lebenswillen, Liebe, Empathie und Intelligenz – mehr nicht. Es gab keine Zeit vorher, die märchenhaft gut war. Kein Paradies, in das es lohnt sich zurückzusehnen.

Das muß erst erschaffen werden – durch uns, im Hier und Jetzt.

Nicht erst in einer Zukunft, die durch Glaskugelgucken erdacht wird.

Die Zukunft eilt uns immer voraus und ist nie greifbar. Zukunft durch Prognosen vorherzusagen ist unsinnig und ein perfides Spiel der Elite, wie das Erfinden von Märchen. Sie sind beide oft mit versteckten Drohungen verbunden, die direkt unseren Seelen Angst und Furcht einjagen. Schule eben.

Immer verbunden mit ‚wenn ihr nicht artig seid, kommt ihr nicht in den Himmel‘ oder ‚wenn ihr nicht sofort das Klimawandeln stoppt, gehen zuerst die Eisbären und dann ihr unter‘. Märchen und Prognosen halten uns ständig fremdbestimmt auf Trab. Erlauben uns keinen eigenen Weg.

Nostradamus z. Bp. war einer der berühmtesten Vertreter der Elite, der uns durch nebulöse Prophezeiungen in Angst und Schrecken versetzt. Bemerkenswert hierzu ist, daß sich Prophezeiungen und Prognosen so gut wie nie auf ein friedvolles Miteinander beziehen,

sondern fast immer Horrorszenarien darstellen.

Der Club of Rome ist ein gutes Beispiel für die Negativprogrammierung des Menschen. Seine Gründung 1968 und der Zeitgeist der 68er, die uns heute in Schutt und Asche regieren zu ihrem eigenen Vorteil ist sicher kein Zufall. Dieser Club hätte mit weniger Anstrengung ein Lebensmodell für ein friedliches Miteinander ohne Machtzentren und Militär entwickeln können. Eine Zielvorgabe, die wirklich dem Menschen nützt. Warum er es nicht tat, ist hinreichend bekannt. Ein solches Modell käme ohne Elite (dem abgesonderten Abschaum) aus.

Wenn wir schon über Zukunft reden wollen, dann sollten wir das Wort Zukunft durch Ziel ersetzen. Das Ziel, das wir als Paradies auf Erden bezeichnen. Einem klaren Ziel auf der Erde folgen schafft Klarheit über den Weg dahin. Eine nebulöse Zukunft mit Aussicht auf Erlösung nur Unsicherheit, Ängste und Hoffnung.

Habe ich noch etwas vergessen. Ah ja, einen Spruch von Petra über die Selbstlosigkeit. Mußte erst Mal darüber nachdenken.

Die nächste Falle ist die sogenannte “Selbst-Losigkeit”………………..
Pahh. ekelhaft, Verrat….. (gefunden in: Blödel und frisch ab Leber)

Selbstlosigkeit wird auch oft in Märchen als höchstes Gut der Menschen erwähnt. Kein Wunder, findet die Selbstlosigkeit auch in den Predigten der Pfaffen ihren Platz. Wer sich selbst losläßt, wird zum Treibgut der Elite.

Märchen und Prognosen klopfen die Trennung von Oben und Unten in unsere Hirne fest, die Groteske von dankbaren Sklaven und dem gütigen Herrn. Gott wird es richten, Märchen generieren positives Denken als moderne Religion. Prognosen halten uns durch Furcht vor der Zukunft unten.

Schule eben.

Ich möchte einen Gedanken dazu wiederholen, den ich hier schon Mal geäußert habe: hier

Positives Denken als moderne Religion

Die Idee des ‚positive Denken‘ ist sicher so alt, wie die Religionen. Es gab schon immer clevere Zeitgenossen, die das Volk zu ihren eigenen Vorteil konditionieren konnten. Nur mit einem Unterschied zu Heute.

Im Angesicht des Schweißes (hatte fast das w vergessen)

sollst du dein Brot verdienen, dann wird dir das Paradies nach dem Tod zuteil.

Früher Hallejulia, heute Tschacka Tschacka, du schafft es.

Die alten Prediger aller Religionen waren sicher cleverer als die modernen Prediger des Materialismus. Hatte doch ihre Botschaft beim Pöbel lange Zeit ehrfürchtig bis zum Tod angehalten. Die harte Arbeit auf dem Feld oder beim Bau der Kathedralen ließ keine Zeit für Depressionen. Die Welt war noch einfach gestrickt. Hier die ‚Oben‘, dort die ‚Unten‘. Ein Austausch oder Vermischung war so gut wie ausgeschlossen.

Es rumorte hie und da. Manch Einer des Pöbels erkannte die Ungerechtigkeiten und beschwerte sich.

Wenn er es intelligent anging wurde er zum Hofnarren umgepolt. Die anderen Beschwerdeführer endeten direkt im Paradies.

Die moderne Form der Hofnarren sind die Kabarettisten.

Oder, wie ich manchmal denke, wir Blogger.

Mit der Aufklärung fiel die wortgewaltige Macht der alten Prediger langsam in sich zusammen. Die Blüte der Märchen begann.

Es ist sicher kein Zufall, daß die Gebrüder Grimm (zu deren Zeitgenosse Bernardo Machiavelli in diesem Zusammenhang später mehr)

vor 200 Jahren eifrig Märchen für die Nachwelt sammelten.

Münchhausens Lügengeschichten dürfte die Grundlage für das heutige ‚positive Denken‘ sein

(sich mit dem eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen oder yes we can).

Ich liebe Märchen.

Versprechen sie mir die mögliche Wende meines bescheidenen mühsamen Lebens noch Diesseits, wenn ich nur daran glaube.

Meine Lieblingsfee ist die Lottofee, die mich hoffentlich am nächsten Samstag küßt.

Das letzte Märchen dürfte heute von Rosamunde Pilcher im Fernsehen laufen.

Jeder kann materiellen Wohlstand erreichen und sofort glücklich werden, wenn nur genügend positiv denkt.

Die Vermählung Unten mit Oben ist dadurch auch möglich.

Wenn auch nur mit einer besonders hübschen jungen Dame von Unten, spielt für die weitere Betrachtung keine Rolle.

Über die Esoteriker wurde diese Erkenntnis wesentlicher Bestandteil der heutigen Religion.

Nennen wir sie Materialismus.

Die Prediger sitzen heute nicht mehr in den Kirchen, sondern in den großen Werbeagenturen,

die uns sogar das Kloputzen als Glücksgefühl einbleuen.

Christus ist endgültig gegen Meister Propper ausgetauscht.

Die Glaspaläste und Shopping Malls haben die alten Kathedralen und Sandsteinpaläste abgelöst. Das Paradies ist in das Jetzt verlagert. Die alte Religion machte ihre größte Wandlung durch.

Sie wurde reduziert auf sentimentale Reden beim Begräbnis. Für den Beistand bei der Hochzeit taugt sie manchmal auch noch.

Die Schulen versagen ebenfalls.

Versprechen sie grundsätzlich ein besseres Leben in der Zukunft, wenn man nur eine entsprechende Programmierung zuläßt. Den alten Religionen und den Schulen ist gemeinsam, daß sie nur Gutes für die Zukunft predigen.

Das Hier und Jetzt wird nicht gepflegt.

Es ist daher ein Leichtes für die moderne Religion Materialismus, hier einzukeilen und dem im Jetzt entwurzelten Menschen einen Nährboden zu liefern. Es waren schnell moderne Prediger zugange, die dem sinnfreien Jetzt Fülle versprachen. Daß dieser Nährboden sich bald zu einer Müllhalde entwickelte, deprimierte immer mehr Menschen. Sich selbst mit dem Schopf aus dem Sumpf ziehen, war doch schon mal in einem Märchen angedacht. Beinhaltet es doch alles, was der moderne Mensch an Geisteskraft zum glücklich sein braucht.

Positives Denken ist angesagt, um überhaupt auf die irrsinnige Idee zu kommen, sich selbst aus einer ausweglosen Situation zu befreien.

Sich gegenseitig helfen war gestern.

Man schafft es allein mit der richtigen Einstellung.

Erst einmal das begriffen, bedarf es keiner sich gegenseitig stützender Gemeinschaft mehr. Jeder Einzelne ist seines Glückes Schmid.

Die Abkehr von der sich gegenseitig stützenden und verpflichtenden Großfamilie ist daher eine logische Konsequenz.

Daß er dabei immer einsamer wurde und sich oft sinnentleert vorkam, bemerkte er zunächst nicht. Um nicht verrückt zu werden, mußte ein neuer Sinn des Lebens gefunden werden. Die Psychologen sitzen inzwischen in den Werbeagenturen,

die

„hier wirst du geholfen“

verkünden.

Das glückliche Leben holt man sich dann mit deren Rezept in der Shopping Mall ab, mit oft fatalen Nebenwirkungen. Als erstes bekommt der Geldbeutel Schwindsucht. Mit großer Anstrengung muß diese Krankheit bekämpft werden. Dafür gibt es spezielle Trainer und Berater, die sich oft im nebeligen Esoterikfeld tummeln. Positives Denken und immer gut drauf mit einem Lächeln, verkaufen diese als wesentliches Erfolgsrezept  gegen diese Krankheit.

Eine Bestellung beim Universum soll bei fortschreitendem Dahinsiechen des Geldbeutels besonders gut helfen.

Ausgerechnet die Esoterikszene, die sich vom Materialismus und den alten Predigten befreien wollte, hat das ‚positive Denken‘ als Diener des Turbokapitalismus vorangetrieben. Yes, we can. Wer da nicht mehr mit kann und abstürzt, ist selbst schuld.

Dem sei zur Heilung eine Hartz4-Kur empfohlen.

Möge sich das götzenhafte positive Denken in menschliche Zuversicht verwandeln

und das verzerrte Lächeln in einen Ausdruck menschlicher Zuneigung.
*****

Ich liebe dennoch Märchen.

Zeigen sie mir immer wieder, was schief läuft.

Aber nur, wenn man zwischen ihren Zeilen lesen kann.

Positives Denken verurteile ich auch nicht, wenn es nicht ausschließlich den eigenen Vorteil fokussiert.

Wenn es sich vom ‚Jeder ist sein Glückes Schmid‘

zum ‚Jeder ist des anderen Glückes Schmid‘ verwandelt.

Es kommt dann vielfach zurück, was wir geben.

Ohne große Anstrengung

Pauline, meine Beraterin bis 2006 sagt dazu: „So isses.“

Beitragsbild: persönliche Freigabe durch Dirk Meissner. s. da   Danke dafür.

Diesen Beitrag hatte ich erstmalig hier veröffentlicht.

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