Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 2

(Ein Beitrag von Ludwig  der Träumer 26.11.2016) Eigentlich bräuchte es keinen weiteren Gedanken zum friedlichen Miteinander mehr, wenn der Mensch seine Worte nur noch untadelig ohne Lug und mit Bedacht verwenden würde, wie im Teil 1   hier beschrieben. Wäre da nicht sein EGO, das jedes Wort seines Gesprächspartners auf sich bezieht. Hier liegt die nächste Falle um Konflikte zu erzeugen – die hauptsächliche wie ich schon lange meine – das gesagte des Gesprächspartners persönlich nehmen.

Ich möchte zu dem wunderbaren Buch von DON MIGUEL RUIZ Die vier Versprechen noch ergänzen:

Es sind nicht nur die direkten Gesprächspartner, die uns beeinflussen oder in eine tiefe Depression stürzen können, sondern – was noch gefährlicher ist, die Worte und Information vieler Interessengruppen über die Medien, die den Menschen nicht direkt persönlich ansprechen.

Beispiel: Will ein Versicherungskonzern mehr Reibach machen, so braucht er mehr zahlende sog. Versicherungsnehmer. Die Zeiten sind vorbei, wo sich „Lebens- und Rentenversicherungen“ von selbst verkauften. Da braucht es schon ein paar fiese Tricks um an unser sauer verdientes Geld zu kommen. Das geht am besten über Zukunftsangst schüren. Aber bitte nur in kleinen Häppchen, sonst verfehlt das die Wirkung und wird unglaubwürdig. Dazu sind die Politiker bestens geeignet und geschult. Zuerst wird uns eingehämmert, daß die Alterspyramide bedenklich oben auseinander klappt und in dreißig Jahren auf einen jungen drei alte kommen. Das muß erst mal sacken. Wer ein bißchen denken kann, merkt bald, wohin der Hase läuft. Wie soll das gehen – ein junger soll dann drei alte versorgen. Da entsteht schon die erste Sorge, die in einer unterschwelligen ängstlichen Unruhe landet. Die schlauen und diejenigen, die es sich leisten können, ‚sorgen‘ bereits in jungen Jahren vor. Welch ein Unwort – die Sorge vorzutragen, mit sich herumschleppen.

Die nächste verbale Keule, die die Angst vor der Altersarmut noch weiter festigen soll, ist die Nachricht, daß die Nettorente nicht unter 46 % sinken soll. Mich geht es als alter Sack nichts mehr an. Es hat mir dennoch die Kehle etwas verengt. Wer soll als sog. Normalverdiener dann noch monetär überleben können. die Nahles hat damit größere Existenzängste geschürt als alle Pfaffen zusammen. Mieser geht es nicht mehr.

Das hält zum einen den Menschen im Hamsterrad, damit er möglichst viel fürs Alter vorsorgen kann und zum anderen wird er weichgeklopft, sein Geld in dubiose private Riester- oder Rürup-Betrugskonstrukte zu verklappen.

Wer weiß schon, wie die demographische Situation in dreißig Jahren aussieht und wie es dann mit unserem Wirtschaftssystem bestellt ist? Den Börsenkurs aus dem Kaffeesatz lesen ist da ehrlicher.

Es sind die täglichen kleinen angstmachenden Botschaften, denen wir uns meistens nicht bewußt sind. Nehmen wir die nicht mehr persönlich. Das ist leichter gesagt als getan, weil sie schleichend, meistens unbemerkt daherkommen.

Es bleibt nur eines übrig um nicht verrückt zu werden:

Sich selbst ausklinken aus den täglichen Lügenmärchen der Politikschranzen des Kapitals, deren Lautsprecher abschalten – MSM genannt. Das Geld, falls vom Monat nach dem das Geld ausgeht, noch was übrigbleiben sollte, jetzt sinnvoll mit Oma und Oma oder den Enkeln verprassen und nicht Betrügern überlassen, die ein besseres Leben in Zukunft versprechen – wenn du nur zahle.

Investiere deine Energie, die du naiv bisher für die Geldsauger verausgabt hast, lieber in das jetzige Miteinander. Jetzt ist es für dich nützlich – nicht in dreißig Jahren. Dann ist die Welt auch wieder jetzt. Hat den Vorteil, daß die Zukunftsängste verblassen. Klammre dich nicht mehr an eine künftige Sicherheit. Sie kam bisher immer anders als vorausgesagt. War bei mir auch so. das ist meine Erkenntnis aus dem hierigem Leben.

Lassen wir DON MIGUEL RUIZ jetzt reden:

DAS ZWEITE VERSPRECHEN

 Nehmen Sie nichts persönlich

Die nächsten drei Versprechen sind in Wahrheit eine Folge der ersten Vereinbarung. Die zweite Vereinbarung lautet: Nehmen Sie nichts persönlich.

Was immer in Ihrer Umgebung passiert, nehmen Sie es nicht persönlich. Um ein früheres Beispiel zu benutzen: Wenn ich Ihnen auf der Straße begegne und sage, ohne Sie zu kennen, »Hallo, Sie sind ja so dumm«, dann hat das im Grunde nichts mit Ihnen zu tun, aber alles mit mir. Wenn Sie meine Aussage persönlich nehmen, dann glauben Sie vielleicht, dass Sie wirklich dumm sind. Vielleicht denken Sie bei sich: «Wieso weiß er das? Kann er hellsehen? Oder kann etwa jeder sehen, wie dumm ich bin?«

Sie nehmen es persönlich, weil Sie auf dem Hintergrund Ihres übernommenen Weltbildes mit dem einverstanden sind, was der andere gesagt hat. Sobald Sie dem zustimmen, sind Sie im Traum von der Hölle gefangen. Die Ursache hierfür ist, dass wir uns persönlich zu wichtig nehmen. Die persönliche Wichtigkeit, oder Dinge persönlich zu nehmen, ist der höchste Ausdruck von Egoismus, da wir von der Annahme ausgehen, dass sich alles »um uns« dreht. Während der Zeit unserer Erziehung, beziehungsweise unserer Domestizierung, lernen wir, alles persönlich zu nehmen. Wir glauben fälschlicherweise, dass wir für alles verantwortlich sind: Ich, immer ich!

Aber nichts, was andere Menschen tun, hat was mit Ihnen zu tun. Sie tun es wegen sich selbst. Alle Menschen leben in ihrem eigenen Traum, in ihrem eigenen Kopf; sie befinden sich in einer völlig anderen Welt als der Ihrigen. Wenn wir etwas persönlich nehmen, gehen wir davon aus, dass der andere weiß, wie es in unserer Welt aussieht: Wir versuchen, unsere Welt ihrer Welt aufzuzwingen.

Selbst wenn eine Situation besonders persönlich erscheint, selbst wenn andere Sie direkt beleidigen, hat das nichts mit Ihnen zu tun. Was die Betreffenden sagen, was sie tun und die Meinungen, die sie von sich geben, entsprechen ausschließlich den Vereinbarungen, die sie in ihren eigenen Köpfen getroffen haben. Ihre Sichtweisen resultieren aus den Programmierungen, die sie im Laufe ihrer Domestizierung erhalten haben.

Wenn Ihnen jemand seine Meinung mitteilt und sagt: »Hey, bist du aber dick«, dann sollten Sie diese Aussage nicht persönlich nehmen, da in Wirklichkeit diese Person mit ihren eigenen Gefühlen, Überzeugungen und Ansichten beschäftigt ist. Der Betreffende hat versucht, Sie mit seinem Gift zu treffen, und wenn Sie das persönlich nehmen, verleiben Sie sich dieses Gift ein und machen es sich auf diese Weise zu eigen. Wenn Sie Dinge persönlich nehmen und sich kränken lassen, werden Sie zu einer leichten Beute für diese Raubtiere, die schwarzen Magier. Sie können Sie leicht mit ein wenig Meinung angeln und Sie mit jedem beliebigen Gift futtern. Da Sie alles persönlich nehmen, verleiben Sie es sich ein.

Sie machen sich all den emotionalen Abfall des anderen zu eigen, der damit zu Ihrem eigenen Abfall wird. Doch wenn Sie das Gesagte nicht persönlich nehmen, sind Sie mitten in der Hölle immun dagegen. Immunität gegenüber Gift inmitten der Hölle ist das Geschenk dieses Versprechens.

Wenn Sie die Dinge persönlich nehmen, dann fühlen Sie sich angegriffen, und Ihre Reaktion besteht darin, Ihre Überzeugungen zu verteidigen und auf diese Weise Konflikte zu schaffen. Sie machen aus einer Mücke einen Elefanten, da Sie das Bedürfnis haben, im Recht zu sein und jeder andere im Unrecht. Außerdem versuchen Sie angestrengt, Recht zu haben, indem Sie Ihre eigenen Ansichten zum Ausdruck bringen. In der gleichen Weise ist alles, was Sie fühlen und tun, lediglich eine Projektion Ihres eigenen persönlichen Traumes, eine Reflexion Ihrer eigenen Vereinbarungen. Was Sie sagen, was Sie tun, und die Ansichten, die Sie vertreten, entsprechen den Versprechen, die Sie gegeben haben – und diese Ansichten haben nichts mit mir zu tun.

Es ist nicht wichtig für mich, was Sie über mich denken, und ich nehme das, was Sie denken, nicht persönlich. Ich nehme es nicht persönlich, wenn Leute sagen, »Miguel, du bist der Schlimmste«, ich nehme es aber auch nicht persönlich, wenn sie sagen, »Miguel, du bist der Beste«. Ich weiß, dass Sie mir, wenn Sie glücklich sind, sagen werden, »Miguel, du bist ein solcher Engel!« Doch wenn Sie wütend auf mich sind, werden Sie rufen, »Oh, Miguel, du bist ein elender Teufel! Du bist so gemein! Wie kannst du solche Dinge sagen?« In jedem Fall berühren mich diese Worte nicht, da ich weiß, wer ich bin. Ich habe nicht das Bedürfnis, akzeptiert zu werden. Ich habe nicht das Bedürfnis, von jemandem zu hören, »Miguel, du tust soviel Gutes!« oder »Wie konntest du es wagen, so was zu tun!?«.

Nein, ich nehme es nicht persönlich. Was immer Sie denken, was immer Sie fühlen – ich weiß, dass es Ihr Problem ist und nicht meins. Es ist die Art und Weise, wie Sie die Welt sehen. Es ist nichts Persönliches, denn es hat was mit Ihnen zu tun, nicht mit mir. Andere Menschen werden immer ihre eigene Meinung haben, basierend auf ihrem Glaubens-Wertesystem, daher hat in Wahrheit nichts von dem, was sie denken, mit mir zu tun, sondern alles mit ihnen.

Sie können mir sogar sagen, »Miguel, es tut mir weh, was du sagst«. Doch sind es nicht meine Worte, die Ihnen wehtun; vielmehr haben Sie Wunden, die durch das, was ich gesagt habe, aufgerissen werden. Sie tun sich selbst weh. Es ist ausgeschlossen, dass ich Ihre Reaktion persönlich nehme. Das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht an Sie glaube oder Ihnen nicht vertraue. Doch ich weiss, dass Sie die Welt mit völlig anderen Augen sehen, mit Ihren Augen. Sie kreieren ein Bild oder einen ganzen Film in Ihrem Kopf, und bei diesem Film sind Sie der Regisseur, der Produzent und der Hauptdarsteller. Jeder Außenstehende ist ein Nebendarsteller. Es ist einzig und allein Ihr Film.

Die Art und Weise, wie Sie diesen Film sehen, ist auf die Versprechungen zurückzuführen, die Sie mit dem Leben getroffen haben. Ihr Standpunkt ist für Sie etwas sehr persönliches. Es ist Ihre ureigenste Wahrheit. Daher weiß ich, dass es nur was mit Ihnen zu tun hat, wenn Sie wütend auf mich sind. Ich bin Ihre Entschuldigung dafür, dass Sie wütend werden. Und Sie werden wütend, weil Sie Angst haben, denn Sie werden mit Ihrer Angst konfrontiert. Wenn Sie keine Angst haben, ist es ausgeschlossen dass Sie wütend auf mich werden. Wenn Sie keine Angst haben, ist es ausgeschlossen, dass Sie mich hassen. Wenn Sie keine Angst haben, ist es ausgeschlossen, dass Sie eifersüchtig oder traurig sind.

Wenn Sie angstfrei leben, wenn Sie lieben, dann gibt es in Ihrem Herzen keinen Platz für diese Emotionen. Und wenn Sie keine dieser Emotionen haben, fühlen Sie sich logischerweise gut. Wenn Sie sich gut fühlen, ist alles in Ihrer Umgebung unvergleichlich positiver, harmonischer und schöner. Wenn alles in Ihrer Umgebung gut ist, dann macht es Sie froh und glücklich. Sie lieben alles, was um Sie herum vorgeht, weil Sie sich selbst lieben. Weil Sie sich so lieben, wie Sie sind. Weil Sie mit sich selbst zufrieden sind. Weil Sie mit Ihrem Leben glücklich sind. Sie sind glücklich mit dem Film, den Sie produzieren, glücklich über die Vereinbarungen, die Sie mit dem Leben getroffen und zufrieden mit den Versprechen, die Sie im Leben gegeben haben. Sie befinden sich in einem Zustand inneren Friedens, und Sie sind voller Freude. Sie leben in jenem Zustand der Wonne, wo alles wunderbar und schön ist. In diesem Zustand der Glückseligkeit befinden Sie sich praktisch in einer Liebesbeziehung mit allem, was Sie wahrnehmen.

Was immer Menschen tun, fühlen, denken oder sagen, nehmen Sie es nicht persönlich. Wenn andere Ihnen sagen, wie wunderbar Sie sind, sagen sie das nicht wegen Ihnen. Sie wissen, dass Sie wunderbar sind. Es ist nicht nötig, anderen Menschen zu glauben, die Ihnen sagen, dass Sie wunderbar sind. Nehmen Sie nichts persönlich. Sogar wenn jemand eine Pistole genommen und Sie damit in den Kopf geschossen hat, war das nichts Persönliches, auch wenn es sich dabei um einen Extremfall handelt.

Selbst die Meinungen, die Sie über sich selbst haben, sind nicht notwendigerweise wahr; daher sollten Sie nicht alles, was Sie in Ihrem eigenen Kopf hören, persönlich nehmen. Der Verstand hat die Fähigkeit, mit sich selbst zu reden, doch ist er auch in der Lage, Informationen aufzunehmen, die ihm von anderen Ebenen zufließen. Manchmal hören Sie eine Stimme in Ihrem Inneren, und Sie fragen sich, woher sie wohl kommt. Diese Stimme mag von einer anderen Ebene gekommen sein, die von Lebewesen bevölkert ist, die unserem menschlichen Geist sehr ähnlich sind. Die Tolteken nannten diese Wesen Verbündete. In Europa, Afrika und Indien wurden sie Gottheiten genannt.

Unser Geist existiert auch im Bereich der Götter. Unser Geist lebt auch in jener Realität und kann sie wahrnehmen. Der Geist sieht mit den Augen und nimmt diese bewusste Realität wahr, in der wir leben. Doch der Geist sieht und nimmt auch ohne die Augen wahr, obwohl der Verstand sich dieser Wahrnehmung kaum bewusst ist. Der Geist lebt in mehr als einer Dimension. Zuweilen gibt es Momente, in denen Ihnen Gedanken kommen, die ihren Ursprung nicht in Ihrem Geist haben, doch Sie empfangen sie in Ihrem Geist. Sie haben das Recht, diesen Stimmen Gehör zu schenken und das, was sie sagen, nicht persönlich zu nehmen. Wir haben die Wahl, ob wir den Stimmen in unserem Kopf Aufmerksamkeit schenken wollen, genau wie wir wählen können, was wir glauben und womit wir im Traum des Planeten einverstanden sind.

Darüber hinaus kann der Geist mit sich selbst reden und sich selbst zuhören. Der Geist ist auf die gleiche Weise zweigeteilt wie Ihr Körper. Genauso wie Sie sagen können, »Ich habe zwei Hände, und ich kann die eine mit der anderen schütteln«, kann der Geist mit sich selbst reden. Ein Teil des Geistes redet, und der andere Teil hört zu. Es ist ein großes Problem, wenn tausend Teile Ihres Geistes alle auf einmal reden. Das nennt man mitote. Erinnern Sie sich?

Das mitote kann mit einem riesigen Marktplatz verglichen werden, wo Tausende von Menschen gleichzeitig reden und Handel treiben. Jeder von ihnen hat andere Gedanken und Gefühle, jeder einzelne vertritt eine andere Meinung. Die Programmierungen des Geistes – all die Vereinbarungen, die wir getroffen haben – sind nicht unbedingt miteinander kompatibel, «Jede Vereinbarung ist wie ein separates lebendiges Wesen; sie hat ihre eigene Persönlichkeit und ihre eigene Stimme. Es gibt widersprüchliche Vereinbarungen, die sich gegen andere Vereinbarungen richten, und immer so weiter, bis es im Kopf zu einem regelrechten Krieg kommt. Das mitote ist der Grund, warum Menschen kaum jemals wissen, was sie wollen, wie sie es wollen oder wann sie es wollen. Sie stimmen mit sich selbst nicht überein, weil Teile ihres Geistes eine Sache wollen und andere Teile das genaue Gegenteil.

Ein bestimmter Teil des Geistes hat Einwände gegenüber gewissen Gedanken und Handlungen, und ein anderer Teil unterstützt die Handlungen des entgegengesetzten Gedankens. Alle diese Meinen Lebewesen kreieren einen inneren Konflikt, da sie lebendig sind und über eine Stimme verfügen. Nur indem wir eine Inventur unserer Vereinbarungen vornehmen, können wir all die Konflikte in unserem Geist aufdecken und irgendwann Ordnung in das Chaos des mitote bringen.

Nehmen Sie nichts persönlich, denn wenn Sie Dinge persönlich nehmen, verursachen Sie sich selbst damit unnötiges Leiden. Die Menschen sind zu verschiedenen Graden süchtig nach Leid, und wir unterstützen einander dabei, diese Süchte aufrecht zu halten. Die Menschen sind einverstanden, einander beim Leiden zu helfen. Wenn Sie das Bedürfnis haben, von anderen missbraucht zu werden, werden Sie keine Schwierigkeiten haben, jemanden zu finden, der dieses Bedürfnis erfüllt. Genauso verhält es sich, wenn Sie mit Personen zu tun haben, die leiden wollen: etwas in ihnen sorgt dafür, dass Sie sie schlecht behandeln. Es ist so, als hätten die Betreffenden einen Zettel auf dem Rücken, worauf steht: »Bitte, trete mich.« Sie verlangen nach Rechtfertigung für ihr Leiden. Ihre Sucht nach Leiden ist nichts anderes als eine Vereinbarung, die jeden Tag aufs Neue getroffen wird.

Wo immer Sie hingehen, werden Sie Menschen finden, die Sie anlügen, und im gleichen Maße, wie sich Ihr Bewusstsein erweitert, werden Sie feststellen, dass Sie sich auch selbst belügen. Erwarten Sie nicht von anderen, die Wahrheit zu sagen, denn auch sie belügen sich selbst. Sie müssen sich selbst vertrauen und dann entscheiden, ob Sie den Worten des anderen glauben wollen oder nicht.

Wenn wir wirklich die Menschen so sehen, wie sie sind, ohne es persönlich zu nehmen, können sie uns nie verletzen mit dem, was sie sagen oder tun. Selbst wenn andere Sie belügen, ist das kein Problem. Die Betreffenden belügen Sie, weil sie Angst haben. Sie haben Angst, Sie könnten entdecken, dass sie nicht perfekt sind. Es tut weh, diese gesellschaftliche Maske abzunehmen. Wenn jemand eine Sache sagt, doch etwas anderes tut, dann belügen Sie sich selbst, wenn Sie nicht auf die Aktionen des Betreffenden achten. Wenn Sie mit sich selbst ehrlich sind, werden Sie sich eine Menge emotionaler Schmerzen ersparen. Sich selbst die Wahrheit über eine Situation zu sagen mag wehtun, doch Sie müssen nicht an diesem Schmerz festhalten. Die Heilung ist nahe, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Dinge für Sie besser werden.

Wenn jemand Sie nicht mit Liebe und Respekt behandelt, dann ist es ein Segen, wenn derjenige sich von Ihnen zurückzieht. Sollte der Betreffende sich nicht zurückziehen, werden Sie mit Sicherheit viele leidvolle Jahre mit diesem Menschen ertragen müssen. Wenn derjenige Sie verlässt, wird das vielleicht eine Weile wehtun, doch Ihr Herz wird irgendwann geheilt sein. Dann können Sie wählen, was Sie wirklich wollen. Sie werden feststellen, dass es nicht so wichtig ist, anderen zu vertrauen, sondern wesentlich wichtiger, sich selbst zu vertrauen, dass man die richtigen Entscheidungen trifft.

Wenn Sie es sich zur unerschütterlichen Gewohnheit machen, nichts persönlich zu nehmen, werden Sie sich in Ihrem Leben viel Arger ersparen. Gefühle wie Wut, Eifersucht und Neid werden verschwinden, und selbst Ihre Traurigkeit wird sich einfach auflösen, wenn Sie die Dinge nicht mehr persönlich nehmen.

Wenn Sie in der Lage sind, dieses zweite Versprechen einzuhalten, werden Sie feststellen, dass es nichts gibt, was Sie in die Hölle zurückstoßen kann. Wenn Sie nichts mehr persönlich nehmen, erlangen Sie eine ungeheure Freiheit. Sie werden immun gegenüber Schwarzmagiern, und kein Fluch oder Bann kann Ihnen etwas anhaben, egal wie mächtig er sein mag. Die ganze Welt kann über Sie klatschen, doch wenn Sie es nicht persönlich nehmen, prallt dieser Klatsch an Ihnen ab. Jemand kann Ihnen absichtlich emotionales Gift senden, doch wenn Sie es nicht persönlich nehmen, werden Sie es sich nicht einverleiben. Wenn Sie sich das emotionale Gift nicht zu eigen machen, kehrt es noch giftiger zu dem Urheber zurück, doch Ihnen wird es nichts anhaben können!

Daraus können Sie erkennen, wie wichtig diese Vereinbarung ist. Nichts persönlich zu nehmen, hilft Ihnen, viele Gewohnheiten und routinierte Verhaltensweisen abzulegen, die Sie im Traum von der Hölle gefangen halten und endloses Leiden verursachen. Nur indem Sie dieses zweite Versprechen einhalten, fangen Sie an, Dutzende von winzigen, scheinbar unwichtigen Vereinbarungen aufzulösen, unter denen Sie leiden. Und selbst wenn Sie nur die ersten beiden Versprechen einhalten, werden Sie fünfundsiebzig Prozent dieser kleinen Vereinbarungen unterbinden, die Sie in der Hölle gefangen halten.

Schreiben Sie dieses Versprechen auf ein Blatt Papier und befestigen Sie es an Ihrem Kühlschrank, damit Sie es jederzeit lesen und sich daran erinnern können: Nehmen Sie nichts persönlich.

 Indem Sie sich diese Empfehlung zur Gewohnheit machen, müssen Sie nicht mehr Ihr Vertrauen in das setzen, was andere sagen oder tun. Sie müssen nur sich selbst vertrauen, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Sie sind niemals für die Aktionen anderer Menschen verantwortlich; Sie sind nur sich selbst gegenüber verantwortlich. Wenn Sie diese Tatsache wirklich begriffen haben und es ablehnen, Dinge persönlich zu nehmen, können Ihnen die gedankenlosen Kommentare oder Aktionen anderer kaum etwas anhaben.

Wenn Sie diese Vereinbarung einhalten, können Sie mit völlig offenem Herzen durch die Welt reisen, und niemand kann Ihnen wehtun. Sie können sagen, »Ich liebe dich,« ohne Angst zu haben, lächerlich gemacht oder abgelehnt zu werden. Sie können um das bitten, was Sie brauchen. Sie können Ja sagen, oder Sie können Nein sagen – was immer Sie wollen – ohne Schuldgefühle oder Selbstverurteilung. Sie können wählen, stets Ihrem Herzen zu folgen. Dann können Sie mitten in der Hölle sein und dennoch inneren Frieden und Glückseligkeit empfinden. Es wird Ihnen möglich sein, in diesem Zustand der Freude zu verweilen, und die Hölle wird Ihnen nicht das Geringste anhaben können.

Advertisements

4 Kommentare zu „Vier Gedanken zum friedlichen Miteinander / Teil 2

  1. Ach, seit seiner Geburt hat der Mensch voll Angst zu leben und schließlich Angst zu sterben.
    Angst weil was zu viel, Angst weil was zu wenig.
    Wenn aber plötzlich sie nicht mehr da ist, ist er glücklich.

    Angst beginnt im Kopf und endet an den Füßen.

    Gefällt mir

Was fällt Dir dazu ein?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s