Gevatter Tod und die Angst

Gevatter Tod ist zur Zeit wieder vermehrt in den großen Städten unterwegs. Man kann sagen, er macht nur seine Aufgabe im schöpferischen Auftrag. Er entsorgt diesmal hauptsächlich nur angstbesessene Seelen, die den wunderschönen Planeten Erde mit ihrer Hysterie vergiften.

Wohlgemutes seines sinnvollen Wirkens trifft er auf seinem Weg in die Stadt den von Hustenanfall betroffenen kleinen Ludwig, der weiß, daß der Hustenanfall nicht vom Corona-Virus kommt, sondern von seinen Zigarren.
Was hast du vor, du wirkst heute besonders lustig im Gegensatz zu sonst, wo du deiner Aufgabe eher mißmutig nachgehst, fragte klein Ludwig.

Ich will den kleinen Arschlöchern zeigen, wohin sie ihre Angst führt, antwortete Gevatter Tod,  grinste und ging weiter. Er drehte sich nochmals um und sagte: Keine Bange, ich habe nicht vor, mehr Seelen abzuholen als sonst. In der nächsten Stadt sind es tausend, deren natürliches Ende gekommen ist und die ich liebevoll ins Jenseits mitnehme.

Klein Ludwig verfolgte die Aktion des Gevatters auf seinem 5G-Händie und war überrascht. 10.000 Tote urplötzlich. Wie kann das sein? Er wollte doch nur 1.000 „umbringen.

Auf dem Rückweg traf er wieder klein Ludwig, der etwas verwirrt von der Glaubwürdigkeit Gevatters war. Gevatter Tod, Du wolltest doch nur tausend Seelen holen, das aber sind weit mehr als zehntausend.

Dafür kann ich nix, die anderen sind vor lauter Panik mitgekommen,
so seine Antwort.

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